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13.03.2014

Jochen-Block-Preis 2014 für Katalyseforscherin Jennifer Strunk

Dr. Jennifer Strunk [Foto von Jennifer Strunk] von der Ruhr-Universität Bochum erhielt im März auf dem Jahrestreffen Deutscher Katalytiker in Weimar den Jochen-Block-Preis 2014. Damit werden ihre Untersuchungen zur photokatalytischen Reduktion von Kohlendioxid mit Wasser zu Kohlenwasserstoffen gewürdigt. Der Jochen-Block-Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird von der Deutschen Gesellschaft für Katalyse an Nachwuchswissenschaftler verliehen, die grundlegende und originelle Untersuchungen auf dem Gebiet der Katalyse durchgeführt haben.

Die Arbeiten von Jennifer Strunk verfolgen das Ziel, einen Weg zur stofflichen Nutzung von Kohlendioxid aufzuzeigen. Damit könnte das als Klimakiller geltende Gas in nützliche Basischemikalien für die Industrie umgewandelt werden. Im Vordergrund ihrer Forschung stehen vor allem die Synthese von Methan und Methanol. Diese Stoffe werden nicht nur in großen Mengen in der industriellen Produktion eingesetzt. Sie sind auch wichtige Brennstoffe zur Energiegewinnung. Für die Herstellung der beiden Substanzen wird bisher in Hochdruckprozessen Wasserstoff aus fossilen Quellen eingesetzt. Ziel von Jennifer Strunk ist es, den benötigten Wasserstoff über die Zugabe von Wasser bereitzustellen, und die Chemikalien aus Kohlendioxid herzustellen. Beide Reaktionen sollen in einem gekoppelten Prozess unter Bestrahlung mit Sonnenlicht auf photokatalytischem Weg durchgeführt werden. Sie hat dazu neuartige Photokatalysatorsysteme auf der Basis von halbleitenden Oxiden entwickelt.

Jennifer Strunk, Jahrgang 1980, studierte Chemie an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte dort im Jahr 2008. Nach einem Post-Doc-Aufenthalt an der University of California kehrte sie im Oktober 2010 als Nachwuchsgruppenleiterin an die Ruhr-Universität Bochum zurück.

 

 Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse (German Catalysis Society GeCatS) ist die Plattform für die gesamte deutsche Katalyse-Community im Bereich Forschung und Anwendung. Sie hat etwa 1100 Mitglieder aus Industrie und Akademia. Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse wird getragen von DECHEMA, VDI-GVC, GDCh, DGMK und DBG. Der Jochen-Block-Preis der Deutschen Gesellschaft für Katalyse wird in unregelmäßigen Abständen verliehen. Prämiert werden Forschungsarbeiten und Entwicklungen junger Nachwuchskräfte auf dem Gebiet der Katalyse, die noch nicht auf einen ordentlichen Lehrstuhl berufen sind und die durch grundlegende und originelle Untersuchungen das Gebiet der Katalyse in besonderer Weise befruchtet haben.

 

 

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