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20.03.2017

Erfolgreiche Grundlagenforschung mit industrieller Wirkung: Maricruz Sanchez-Sanchez erhält Jochen-Block-Preis 2017

Der Jochen-Block-Preis der Deutschen Gesellschaft für Katalyse 2017 geht an Dr. Maricruz Sanchez-Sanchez von der Technischen Universität München. Damit werden ihre herausra-genden Beiträge zum Verständnis der katalytischen Umsetzung von kurzkettigen Kohlenwas-serstoffen zu Wertprodukten ausgezeichnet. Der Jochen-Block-Preis, mit dem Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern gewürdigt werden, ist mit 3.000 Euro dotiert und wird im Rahmen des 50. Jahrestreffens Deutscher Katalytiker am 16. März 2017 in Weimar überreicht.

 

Maricruz Sanchez-Sanchez beschäftigt sich vor allem mit der oxidativen Aktivierung leichter Alkane einschließlich Methan, deren Umsetzung in nanoporösen Festkörpern und der Synthese leichter Alkene aus Methanol. Dabei verknüpft sie verschiedene Analysemethoden, um die Mechanismen katalytischer Umsetzungen zu erforschen; dadurch wird unter anderem die gezielte Synthese besonders leistungsfähiger Katalysatoren möglich. So gelang ihr unter anderem, den Zusammenhang zwischen der Morphologie der Katalysatoroberfläche und der Konzentration aktiver Zentren bei der selektiven oxidativen Dehydrierung von Ethan aufzuklä-ren. Diese Erkenntnisse lassen sich in der Synthese von Katalysatoren einsetzen, um deren Aktivität gezielt zu erhöhen. Weitere Arbeiten von Maricruz Sanchez-Sanchez zielen darauf, katalytisch aktive Zentren von Enzymen in heterogenen Katalysatoren nachzuempfinden, um Methan selektiv zu Methanol umzuwandeln. Dabei schlägt sie den Bogen von der Grundlagen-forschung zur Anwendung; eine ganze Reihe von Industriepartnerschaften belegt die praktische Relevanz ihrer Forschungsarbeiten. Die Jury-Entscheidung berücksichtigte nicht nur die außerordentliche Kreativität der jungen Forscherin, sondern auch ihre Fähigkeit, unterschiedli-che Forschungskulturen aus Universität und Industrie miteinander in Einklang zu bringen.

 

Maricruz Sanchez-Sanchez, geboren 1979, studierte Chemieingenieurwesen an der Universität Granada (Spanien) und schloss 2008 ihre Promotion an der Universidad Autonoma de Madrid ab. Nach einem zweijährigen Post-Doc-Aufenthalt am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin wechselte sie 2012 an die TU München, wo sie derzeit an ihrer Habilitation arbeitet.

 

 

Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse (German Catalysis Society GeCatS) ist die Plattform für die gesamte deutsche Katalyse-Community im Bereich Forschung und Anwendung. Sie hat etwa 1100 Mitglieder aus Industrie und Akademia. Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse wird getragen von DECHEMA, VDI-GVC, GDCh, DGMK und DBG. Der Jochen-Block-Preis der Deutschen Gesellschaft für Katalyse wird in unregelmäßigen Abständen verliehen. Prämiert werden Forschungsarbeiten und Entwicklungen junger Nachwuchskräfte auf dem Gebiet der Katalyse, die noch nicht auf einen ordentlichen Lehrstuhl berufen sind und die durch grundlegende und originelle Untersuchungen das Gebiet der Katalyse in besonderer Weise befruchtet haben.

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