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17.03.2016

Gut und günstig – effektive Katalysatoren für Brennstoffzellen

Prof. Dr. Peter Strasser von der TU Berlin erhielt die Otto Roelen-Medaille 2016. Mit diesem Preis zeichnen die DECHEMA und die Deutsche Gesellschaft für Katalyse seine wegweisenden Arbeiten zur Entdeckung von hochaktiven bimetallischen Kern-Schale-Katalysatoren aus. Damit können Brennstoffzellen als kostengünstige und nachhaltige Energiequelle beispielsweise für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge eingesetzt werden.

Brennstoffzellen werden schon seit vielen Jahren als alternative Energielieferanten erforscht. Aus Wasserstoff und Luftauerstoff lässt sich mit ihrer Hilfe elektrische Energie erzeugen. Die Methode ist sehr umweltfreundlich, da als einziges Reaktionsprodukt Wasser entsteht. Damit die Reaktion abläuft, ist jedoch teures Platin als Katalysator nötig.

Peter Strasser ist es gelungen Katalysatoren zu entwickeln, die nicht nur besser sondern auch billiger als das Edelmetall sind. Er entwickelte ein Nano-Material mit einem Kern aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und einem extrem dünnen Platinmantel. Dieser Katalysator ist um ein Mehrfaches effektiver als das bisher eingesetzte reine Platin.

Peter Strasser forscht in den Bereichen Physikalische Chemie, Materialwissenschaften und Katalyse von elektrisch geladenen Fest-Flüssig-Grenzflächen. Neben seiner Grundlagenforschung zu elektrokatalytischen Reaktionsmechanismen und fundamentalen Struktur-Wirkungs-Beziehungen steht die industrielle Umsetzung von elektrochemischen Prozessen, die im Zusammenhang mit der Umwandlung und Speicherung von erneuerbaren Energien relevant sind, im Mittelpunkt seiner Arbeiten.

Peter Strasser studierte Chemie an der Universität Tübingen, der Stanford University / USA und der Pisa University / Italien. In 1996 forschte er als Gastwissenschaftler für ein Jahr bei Sony Central Research in Yokohama / Japan. 1999 promovierte er in Physikalischer Chemie und Elektrochemie am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin bei Prof. Gerhard Ertl (Nobelpreisträger 2007). Im gleichen Jahr erhielt Peter Strasser die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft. Von 2001 bis 2004 arbeitete er bei Symyx Technologies in Santa Clara / USA auf dem Gebiet Elektronische Materialien / Heterogene Katalyse. Anschließend wechselte er als Assistant Professor für “Chemical Engineering“ an die University of Houston / USA. 2007 nahm er eine Professur für Technische Chemie an der TU Berlin an und leitet dort das Fachgebiet für „Elektrochemie und Elektrokatalytische Materialien“.

Die von der Oxea-Gruppe gestiftete Otto Roelen-Medaille der DECHEMA wird seit 1997 in der Regel alle zwei Jahre vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Mit ihr werden herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Katalyse ausgezeichnet, die auch eine starke industrielle Relevanz aufweisen. Die Preisverleihung fand am 17. März 2016 auf dem Jahrestreffen Deutscher Katalytiker in Weimar statt.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse (German Catalysis Society GeCatS) ist die Plattform für die gesamte deutsche Katalyse-Community im Bereich Forschung und Anwendung. Sie hat etwa 1100 Mitglieder aus Industrie und Akademia. Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse wird getragen von DECHEMA, VDI-GVC, GDCh, DGMK und DBG. Die Otto Roelen-Medaille wird in der Regel alle zwei Jahre verliehen. Prämiert wird eine herausragende wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Katalyse mit hoher industrieller Relevanz.

 

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