Untersuchung der chemischen und thermischen Degradation von abreinigbaren Filtermedien

18307 N

 

Forschungsstelle 1:

Universität Duisburg-Essen

Institut für Verbrennung und Gasdynamik

Nanopartikel Prozesstechnik

Lotharstr. 1

47057 Duisburg

Projektleiter 1: Prof. Dr.-Ing. Frank Schmidt
Forschungsstelle 2:

Deutsches Textilforschungszentrum

Nord-West gGmbH (DTNW)

Adlerstr. 1

47798 Krefeld

 
Projektleiter 2: Dr. Torsten Textor
Forschungsstelle 3:

Institut für Energie- und Umwelt-

technik e. V. (IUTA)

Bliersheimer Str. 58 – 60

47229 Duisburg 
Projektleiter 3: Dr. Margot Bittig
Laufzeit: 01.01.2016 - 31.12.2017

 

Abreinigbare Schlauchfilter werden u.a. in der Rauchgasreinigung von Müllverbrennungsanlagen sowie Kraft- und Zementwerken eingesetzt. Die Filter sind dort mechanischen, thermischen und chemischen Alterungsprozessen ausgesetzt. Künftig soll auf Basis des Normentwurfs ISO/DIS 16891 eine verbindliche Prüfung der chemischen Beständigkeit erfolgen. Da die Vorgaben in der Norm nicht detailliert genug sind und bisher nur wenige Veröffentlichungen dazu vorliegen, sind die zugrundeliegenden Testprotokolle nicht genügend aussagefähig. Auf die zumeist mittelständigen deutschen Filter- bzw. Filtermedienherstellern kommen erhebliche Kosten zu, wenn die Norm wirksam wird. Es besteht Handlungsbedarf, den Entwurf in enger Absprache mit den relevanten Firmen zu evaluieren. Vor der endgültigen Umsetzung der Norm sollte sichergestellt werden, dass die Tests wirtschaftlich sinnvoll und mit hinreichender Aussagekraft durchgeführt werden können. Parallel soll die Beständigkeit von Filtern in aggressiven Atmosphären verbessert werden. Dazu werden sie auf Basis der Sol-Gel-Technik ausgerüstet. Sie soll als Barriereschutzschicht wirken. Dafür werden dichte und chemisch beständige Beschichtungen aus organisch-modifizierten anorganischen Netzwerken entwickelt. Ihre Effektivität wird mit den im Rahmen des Projektes evaluierten Testprotokollen nachgewiesen. Ausrüstungen mit Barrierewirkung gegenüber aggressiven Atmosphären helfen, die Lebensdauer der Filter zu erhöhen. Für die in der Regel kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Textilveredler-Branche können sich neue Märkte im Bereich Filtermaterialien ergeben. Gleichzeitig wird erwartet, dass entsprechende Ausrüstungen für eine Vielzahl technischer Textilien Bedeutung haben. Dies hilft den Veredlern im internationalen Wettbewerb. Damit lassen sich Absatzmärkte sichern und vergrößern sowie hiesige Arbeitsplätze sichern.

 

Dr. Margot Bittig

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