Kindgerechte Therapiegeräte und Simulationsplattform für die Skoliosebehandlung

19200 BR

Forschungsstelle 1:


Technische Universität Dresden,
Institut für Biomedizinische Technik,
01062 Dresden
Projektleiter 1: Dr.-Ing. Grzegorz Sliwinski
Forschungsstelle 2:



Fraunhofer-Gesellschaft e.V.,
Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU,
Reichenhainer Straße 88,
09126 Chemnitz
Projektleiter 2: Dipl.-Ing. Michael Werner
Forschungsstelle 3:



Friedrich-Schiller-Universität Jena,
Universitätsklinikum, Institut für Physiotherapie,
Erlanger Allee 101,
07747 Jena
Projektleiter 3: Dr. phil. Steffen Derlien
Laufzeit: 01.10.2016 - 30.09.2018

Die meisten Haltungsschwächen bilden sich im Alter von 7 bis 13 Jahren aus. Unbehandelt können sich Erkrankungen wie z.B. Skoliose entwickeln. Die Skoliose ist ein klassisches Krankheitsbild in der Kinderorthopädie. In Deutschland sind ca. 125.000 Kinder betroffen. Die mit den Erkrankungen verbundenen Veränderungen der Wirbelsäule können durch die Deformation des Brustkorbes zu Funktionseinschränkungen der inneren Organe führen und die Lebensqualität mindern. Eine frühzeitige Therapie kann den Kindern operative Eingriffe ersparen. Neben der klassischen Physiotherapie und Korsettbehandlung hat sich in einigen EU-Ländern die FED-Methode (Fixation, Elongation, Derotation) etabliert. Die FED-Therapie stützt sich auf vier Säulen: Mobilisierung der Gelenkverbindungen, Stimulation des Knochenwachstums, Kräftigung der Muskulatur und Verbesserung der sensormotorischen Kontrolle. Das Therapieziel ist erreicht, sobald der Patient eine stabile Selbstkontrolle über die Muskulatur erlangt.

In diesem Projekt soll ein modulares Gerätekonzept für die FED-Therapie entwickelt werden. Mithilfe eines Modulbaukastens können Gerätekonfigurationen patientenspezifisch zusammengestellt werden. Unter Berücksichtigung einiger Randbedingungen, können die Module so gestaltet werden, dass zusätzliche Anwendungsszenarien möglich sind. Im Ergebnis soll neben der FED-Therapie bereits die Korsettsimulation und isometrische Muskelfunktionsanalyse berücksichtig werden.

Diese Strategie ist für KMUs besonders attraktiv. Spezialisierte Unternehmen können die einzelnen Systemkomponenten unabhängig voneinander umsetzen. Durch die fokussierte Entwicklungsarbeit können sie ihr spezifisches Know-How zielgerichtet nutzen und die Konzepte zeitnah zu marktreifen Systemen entwickeln. So kann ein breites Spektrum von KMUs aus den Bereichen Medizin/Medizintechnik, Elektronik, Maschinenbau und Textiltechnik von den Projektergebnissen profitieren.

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Hinweis Grafik Das IGF-Vorhaben Nr. 19200 BR der DECHEMA e.V. (ehemals Forschungsvereinigung Forschungsgesellschaft für Messtechnik, Sensorik und Medizintechnik e.V.), Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und –entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.


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