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12.05.2006

ACHEMA aktuell: Die Bedeutung der Grundlagenwissenschaft für die Entwicklung neuer Therapien in der Regenerativen Medizin

Prof. Hans R. Schöler, Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin, Münster
Plenarvortrag, Forum, Saal Agenda
18. Mai 2006, 13.30 Uhr

Neue zelltherapeutische Konzepte für degenerative Erkrankungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen, Parkinson oder Diabetes sind das Anliegen der regenerativen Medizin und der Stammzellforschung im Besonderen.

Viele angesehene Stammzellforscher sprechen embryonalen Stammzellen ein enormes Potential zu und Irving Weissman, Stanford, USA, – eigentlich Pionier und Wegbereiter adulter Stammzellen – prophezeit eine zweite biotechnologische Revolution durch die Forschung mit embryonalen Stammzellen. Demgegenüber stehen Stimmen, die darauf hinweisen, daß effiziente Therapien gegenwärtig noch nicht entwickelt wurden und somit immer noch Wunschträume sind. Aufgrund ernüchternder Erfahrungen mit vielversprechenden Therapiekonzepten in der Vergangenheit, beispielsweise bei der Gentherapie, wird von manchen die Forschung mit embryonalen Stammzellen kategorisch abgelehnt. Diese Situation führte in der öffentlichen Diskussion in Deutschland zu einer Lagerbildung, wenn es um die Unterstützung der Forschung an adulten und embryonalen Stammzellen geht.

In seinem Vortrag wird der vor zwei Jahren aus den USA zurückgekehrte renommierte Stammzellforscher Hans R. Schöler die Notwendigkeit der Forschung an adulten und embryonalen Stammzellen herausarbeiten. Beide Zweige der Stammzellforschung sind notwendig um für die Vielzahl an Erkrankungen jeweils das beste Therapiekonzept zu erarbeiten. Darüber hinaus wird er Wege aufzeigen, wie patientenspezifische Stammzellen ohne Durchlaufen des kritischen Embryonen-Stadiums abgeleitet werden könnten und wie mittels embryonaler Stammzellen gerade seltene genetische Krankheiten in die Kulturschale geholt werden könnten, womit deren Krankheitsmechanismen und Therapieoptionen besser erforscht werden sollen.

 

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