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17.05.2006

Zwischenbilanz zur ACHEMA 2006

ACHEMA 2006: Mit hervorragender Stimmung gestartet

  • Hoher Besucherandrang seit dem ersten Tag

  • Internationalität bei Ausstellern und Besuchern deutlich höher als 2003

Mit optimistischer Stimmung und hohem Besucherandrang begann am Montag, dem 15. Mai, die ACHEMA 2006, die internationale Leitveranstaltung für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie auf dem Frankfurter Messegelände. 3.880 Aussteller aus 50 Ländern präsentieren auf dieser weltgrößten Leistungsschau für die Prozeßindustrien bis Freitag dieser Woche Ausrüstungen, Apparate, Anlagen, Technologien und Know-how für die Chemische Industrie, Pharmatechnik, Lebensmitteltechnik und alle verwandten Branchen der stoffumwandelnden Industrie.

Nach einem starken Publikumsandrang bereits am ersten Tag haben sich die Besucherströme am Dienstag weiter erhöht. An den ersten zwei Tagen lag die Zahl bereits bei über 60.000 Teilnehmern, das entspricht einem Zuwachs von 8,9% gegenüber der ACHEMA 2003. Bis Freitag wird trotz der um einen Tag verkürzten Veranstaltungsdauer (der Samstag entfällt erstmals als Besuchertag) mindestens die gleiche Teilnehmerzahl wie zur ACHEMA 2003 erwartet. Der Anteil ausländischer Besucher ist mit 33% so hoch wie noch nie, dazu kommt in der Regel eine Besuchsdauer von mehreren Tagen.

Zahlreiche Aussteller bekräftigen schon nach den ersten zwei Tagen die hohe Qualität der Besucher und der Gespräche auf ihren Ausstellungsständen. Unter den internationalen Besuchern sind große Delegationen aus Japan, Indien, China und Nahost und hochkarätige Vertreter aus der Wirtschaft und wichtigen Institutionen der ausstellenden Länder. Sie wollen das Potential der ACHEMA für ihre aufstrebenden Industrieregionen nutzen und neue Kontakte und Geschäftsbeziehungen erschließen.


Der Auslandsanteil der Aussteller übertrifft mit 44,4% alle bisherigen Veranstaltungen und hat seit den letzten drei ACHEMAs um 10% zugelegt. Berücksichtigt man die Tatsache, daß viele ausländische Unternehmen mit ihren deutschen Niederlassungen vertreten sind, so liegt die Internationalität der Aussteller deutlich über 50%. „Damit hat die ACHEMA eine völlig neue Qualität erreicht und ihren Ruf als Weltausstellung für die Prozeßindustrien endgültig gefestigt,“ sagte Professor Gerhard Kreysa, Geschäftsführer der DECHEMA, als Veranstalter der ACHEMA.

Die stärksten Ausstellungsgruppen bilden traditionell Pumpen, Kompressoren und Armaturen (945 Aussteller), gefolgt von Labor- und Analysentechnik (675), Thermische Verfahren (447), Mechanische Verfahren (389), Pharma-, Verpackungs- und Lagertechnik (365), Meß-, Regel- und Prozeßleittechnik (340) sowie Anlagenbau (288). Den deutlichsten Zuwachs an Ausstellern und Ausstellungsfläche gibt es bei der diesjährigen Sonderschau „Serviceanbieter für die Prozeßindustrien“. Insgesamt belegen die Aussteller 135.514m2 Nettoausstellungsfläche in zehn Ausstellungshallen und auf dem Freigelände.

Die größte Ausstellerbeteiligung kommt in diesem Jahr mit 2.157 Ausstellern wiederum aus Deutschland, aber aufgrund von Konzentrationsprozessen in der Wirtschaft mit rückläufiger Tendenz der Ausstellerzahlen (-5%). Die ausländischen Aussteller (1.723) haben dagegen um 11% zugelegt. Das zweitstärkste Ausstellerland ist Italien mit 266 Ausstellern. Auf Platz drei bis sieben folgen Großbritannien, die Schweiz, die USA, Frankreich und die Niederlande. Die größten Zuwächse unter den Ländern kommen insbesondere aus dem asiatischen Raum (China: +185%, Südkorea +143%, Indien +61%). Brasilien hat seine Beteiligung von einem Aussteller in 2003 jetzt sogar auf 17 erhöht. Aber auch Irland, die Niederlande, die USA, Italien oder die Russische Föderation haben überdurchschnittlich zugelegt. Erstmals vertreten sind Unternehmen aus Vietnam, aus den Vereinigten Emiraten, Saudi-Arabien und Kroatien.

Schon jetzt kündigten Vertreter u.a. aus China, Indien, Pakistan und Brasilien an, daß sie zur nächsten ACHEMA mit noch stärkeren Beteiligungen kommen werden, da dies eine einzigartige internationale Veranstaltung für die Ausrüster der Prozeßindustrien sei. Auch für die im nächsten Jahr vom 14. bis 18. Mai 2007 in Beijing folgende ACHEMASIA zeichnet sich schon jetzt ein hohes Interesse bei Ausstellern und Besuchern ab.

Die günstigen konjunkturellen Vorzeichen dieser ACHEMA 2006, die so positiv wie schon lange nicht mehr sind, zeigen sich auch in dem Optimismus der Aussteller und Besucher. Die chemische Industrie als wesentliche Zielgruppe der ACHEMA-Aussteller hat mit dem Jahr 2005 ein Rekordjahr hinter sich und für 2006 sind zahlreiche neue Investitionen geplant. Die Anlagen- und Apparatebauer vermelden volle Auftragsbücher, vor allem aus dem Ausland. Und die anhaltend stabile Chemiekonjunktur löst eine Belebung der Nachfrage von Automatisierungstechnik für die Prozeßindustrien aus – dies waren Kernaussagen verschiedener Branchenvertreter zur internationalen Eröffnungspressekonferenz der ACHEMA am vergangenen Sonntag.

ACHEMA-Kongreß zeigt die Innovationen von morgen

Auch der internationale ACHEMA-Kongreß liefert in dieser Woche mit 925 Fachvorträgen einen neuen Rekord. Bereits am ersten Kongreßtag wurden über 6.000 Zuhörer bei den verschiedenen Vorträgen gezählt. Den größten Zuspruch fanden neue Themen zur Prozeßanalytik, zur Mikroreaktionstechnik, zu neuen Materialien für Brennstoffzellen und zu neuen Prozeßtechniken mit Green solvents.

Versorgungssicherheit bei Rohstoffen, Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit von Verfahren und Produkten sind Themen, die nicht nur den Kongreß bestimmen. Auf der Podiumsdiskussion am Dienstag diskutierten Experten die Frage, wie die Abhängigkeit vom Öl verringert werden kann. Neue Energieträger und Chemierohstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Auf der ACHEMA stellen Wissenschaftler und Ingenieure dazu bereits die ersten erprobten Verfahren und neue Lösungsansätze vor.

Die DECHEMA als Veranstalter erwartet von dieser 28. ACHEMA 2006 eine überragende internationale Resonanz und einen Innovationsschub auf allen Gebieten der Chemischen Technik, des Umweltschutzes und der Biotechnologie.

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