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30.09.2014

Verdienste um die Verfahrenstechnik gewürdigt: Verleihung der ProcessNet-Medaillen 2014 in Aachen

 

Auf der ProcessNet-Jahrestagung werden am 30. September 2014 im Eurogress Aachen im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung drei Wissenschaftler auf dem Gebiet der Reaktions- und Verfahrenstechnik ausgezeichnet:

Univ. Prof. Dr.-Ing. Andrzej Górak von der Technischen Universität Dortmund erhält die EmilKirschbaum-Medaille für seine herausragenden und grundlegenden wissenschaftlichen Arbeiten zur Fluidverfahrenstechnik. Mit der Gerhard Damköhler-Medaille werden die außergewöhnlichen Arbeiten von Prof. Dr. Massimo Morbidelli von der ETH Zürich auf dem Gebiet der chemischen Verfahrenstechnik gewürdigt. Prof. Dr.-Ing. Karl-Ernst Wirth von der Universität Erlangen-Nürnberg wird für seine herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Feststoffverfahrenstechnik mit der Hans Rumpf-Medaille ausgezeichnet.

 

Emil Kirschbaum-Medaille für Andrzej Górak

Univ.Prof. Dr.-Ing. Andrzej Górak von der Technischen Universität Dortmund erhält die EmilKirschbaum-Medaille für seine grundlegenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Fluidverfahrenstechnik. Damit würdigt ProcessNet, die deutsche Plattform für chemische Verfahrenstechnik, besonders seine Verdienste mit Blick auf hybride Trennverfahren. In seinen Arbeiten hat Górak die wissenschaftlichen Aufgabenstellungen mit einer klaren Anwendungsorientierung verbunden und so die Forschungslandschaft in der Fluidverfahrenstechnik wie kaum eine andere Persönlichkeit geprägt.

Die Emil Kirschbaum-Medaille wird mindestens alle drei Jahre für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der thermischen Verfahrenstechnik vergeben.

Andrzej Górak, Jahrgang 1951, studierte Chemie an der Technischen Universität Lódz / Polen und promovierte 1979 an der Fakultät für Verfahrenstechnik. Bis 1988 arbeitete er dort als Senior Forscher. Die folgenden vier Jahre forschte er bei Henkel KGaA in Düsseldorf. Nach Abschluss seiner Habilitation an der RWTH Aachen (1989) und an der Technischen Universität in Warschau (1990) nahm Andrzej Górak 1992 einen Ruf an den Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Dortmund an. 1996 wechselte er als C4-Professor für Thermische Verfahrenstechnik an die Universität Essen. Vier Jahre später kehrte er zurück an die TU Dortmund, deren Prorektor Forschung er von 2011 bis Ende 2013 war. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit liegen in der rechnergestützten Simulation und experimentellen Validierung der integrierten Reaktions- und Trennprozesse sowie in hybriden Trennverfahren und der Bioseparation.

Andrzej Górak ist seit 2005 Vorsitzender der ProcessNet-Fachgemeinschaft Fluiddynamik und Trenntechnik, Herausgeber der Zeitschrift „Chemical Engineering and Processing: Process Intensification" und in der European Federation of Chemical Engineering engagiert. Im Jahr 2010 wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seine Beiträge zur internationalen Verständigung zwischen Polen und Deutschland ausgezeichnet. Ende 2013 erhielt er zudem das Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen.

 

Gerhard Damköhler-Medaille für Massimo Morbidelli

Prof. Dr. Massimo Morbidelli von der ETH Zürich erhält die Gerhard Damköhler-Medaille für seine außergewöhnlichen Arbeiten auf dem Gebiet der chemischen Verfahrenstechnik. Besondere Anerkennung finden dabei seine detaillierten Untersuchungen zur Stabilität und Sensivität von chemischen Reaktionssystemen. Er hat neue Verfahren zur Herstellung von Polymeren und Polymermodifikationen sowie thermische und neue adsorptive und chromatographische Trennverfahren entwickelt.

Die Gerhard-Damköhler-Medaille wird mindestens alle drei Jahre für besondere Leistungen bei der Modellentwicklung und der Maßstabsvergrößerung in der chemischen Verfahrenstechnik vergeben.

Massimo Morbidelli, Jahrgang 1954, studierte Chemische Verfahrenstechnik an der Politecnico di Milano / Italien. 1986 promovierte er an der University of Notre Dame / USA. Nach seinen ersten Professuren an der Universität von Cagliari /Italien und der Politecnico di Milano, ist er seit 1997 Professor für Chemische Verfahrenstechnik am Institut für Chemie- und Bioingenieurwesen der ETH Zürich / Schweiz. Massimo Morbidelli hält elf internationale Patente und hat zahlreiche Fachbeiträge und Bücher veröffentlicht. Er ist Associate Editor des Journal of Industrial & Engineering Chemistry Research und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von mehreren internationalen wissenschaftlichen Journalen. Seine Arbeiten wurden unter anderem mit dem R. H. Wilhelm Award in Chemical Reaction Engineering des American Institute of Chemical Engineers ausgezeichnet. Seit 2007 ist Massimo Morbidelli Präsident der ChromaCon Ag, einem spin-off-Unternehmen aus seiner Forschungsgruppe, das neue chromatographischen Verfahren (MCSGP-Technologie) für die Reinigung von Proteinen und Peptiden auf den Markt bringt.

 

Hans Rumpf-Medaille für Karl-Ernst Wirth

Prof. Dr.-Ing. Karl-Ernst Wirth von der Universität Erlangen-Nürnberg wird für seine herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Feststoffverfahrenstechnik mit der Hans Rumpf-Medaille ausgezeichnet. Durch seine Arbeiten hat er bahnbrechende Ergebnisse im Bereich der Wirbelschichttechnik und der pneumatischen Förderung erzielt. Besonders seine Arbeiten zur Optimierung der Fließeigenschaften von Pulvern zu Wärme-und Stoffübertragungsphänomenen sowie zu hochintegrierten Reaktor-Regeneratorsystemen besitzen eine große Bedeutung für die industrielle Anwendung.

Die Hans-Rumpf-Medaille wird mindestens alle drei Jahre für Arbeiten zu Grundlagen der chemischen Verfahrenstechnik und ihrer beispielhaften Anwendung vergeben.

Karl-Ernst Wirth, Jahrgang 1951, studierte Chemieingenieurwesen an der Universität Karlsruhe und promovierte 1980 an der Universität Erlangen-Nürnberg. Dort war er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und ab 1989, nach seiner Habilitation, als Oberingenieur am Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik der Universität Erlangen-Nürnberg tätig. 1991 wurde er als Universitätsprofessor auf diesen Lehrstuhl berufen. Karl-Ernst Wirth hat zahlreiche Fachbeiträge und Bücher veröffentlicht und hält fünf Patente. Er engagiert sich in verschiedenen Gremien der GVC-Fachgesellschaften und war viele Jahre als Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft tätig. Seine wissenschaftlichen Leistungen wurden unter anderem mit dem Arnold-Eucken-Preis der VDI-GVC, dem Wolfgang-Finkelnburg-Preis der Universität Erlangen-Nürnberg und einem Internationalen Innovationspreis ausgezeichnet.

 

Bilder zu der Veranstaltung finden Sie hier

 

48/2014

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