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13.12.2012

Chemieorganisationen stellen neues Positionspapier vor

Chemie ist Innovationstreiber in der Materialforschung

 

Über die Rolle der "Chemie als ein Innovationstreiber in der Materialforschung" informiert ein neues Positionspapier, das am 13. Dezember 2012 in Frankfurt vorgestellt wird. Es beschreibt die Entwicklungsmöglichkeiten für Handlungsfelder wie Energieversorgung, Mobilität, Elektronik oder Bauen und Wohnen und den entsprechenden Forschungsbedarf für das nächste Jahrzehnt. Herausgegeben wird das Positionspapier von der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG), der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM), der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA) und dem Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die fünf deutschen Organisationen vertreten die Materialforschung und -entwicklung.

 

Die Entwicklung neuer Materialien zur Lösung drängender Zukunftsfragen ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Denn neue Materialien sind der Schlüssel für eine nachhaltige Gestaltung der Zukunft. Das Positionspapier befasst sich daher mit Materialien für die Energieversorgung und -speicherung, für den Umweltschutz, die Mobilität, die medizinische Technik, die Elektronik in der Informations- und Kommunikationstechnik, die Sicherheitstechnik, für Bedarfsgegenstände sowie für Bauen, Wohnen und Infrastruktur. Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen, Substitutionsmaterialien sowie die Rohstoffsicherung durch Recycling und effiziente Kreislaufwirtschaft werden ebenfalls in dem Positionspapier angesprochen.

 

Mehr Wissen über Materialien und Werkstoffe, über ihre chemische Natur, Architektur, Funktionalisierung, Verarbeitungs- und Einsatzmöglichkeiten ist Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Deutschland und Europa. Erfolg in der Materialforschung erfordert deshalb die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen. Chemiker arbeiten mit Ingenieuren und Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen an speziellen Fragestellungen aus gesellschaftlichen Bedarfsfeldern, die mit Hilfe innovativer Materialien und Werkstoffe beantwortet werden sollen.

 

Die fünf Organisationen plädieren dafür, durch weitere Fördermaßnahmen die Chemie- und Materialforschung in enger Vernetzung mit allen beteiligten Fachdisziplinen zu stärken. Diese Maßnahmen müssen sowohl die Grundlagenforschung als auch die anwendungsorientierte Forschung und Verfahrenstechnik bis hin zur Produktionsforschung umfassen und diese besser miteinander verknüpfen. Nur so bleibt der Hochtechnologiestandort Deutschland auch für künftige Herausforderungen auf dem Gebiet der Material- und Werkstoffwissenschaften im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt.

 

Das Positionspapier "Chemie als ein Innovationstreiber in der Materialforschung" kann bei den Geschäftsstellen der beteiligten Organisationen per E-Mail oder Telefon angefordert oder ab dem 13. Dezember im Internet eingesehen werden. Es liegt auch beim Kolloquium "Beitrag der Chemie zur Materialforschung" am 13. Dezember, ab 14:30 Uhr, im Dechema-Haus in Frankfurt aus.

 

 

56/2012

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