Ressourceneffizienz durch Materialinnovationen

19. März 2015 DECHEMA-Haus, Frankfurt am Main

734. DECHEMA-Kolloquium am Donnerstag, den 19. März 2015 um 15:00 Uhr im DECHEMA-Haus, Frankfurt am Main, Ende gegen 18:30 Uhr, Imbiss in Anschluss

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Die Weltbevölkerung wächst, Energie- und Materialverbrauch steigen, die Rohstoffvorkommen aber sind begrenzt - Gründe, um mit den vorhandenen Ressourcen weitsichtiger umzugehen und die verfügbaren Ressourcen effizient zu nutzen. Während viele Bau- und Massenrohstoffe wie Kiese und Sande aus heimischen Lagerstätten gewonnen werden können, müssen energetische und metallische Rohstoffe in großem Umfang aus dem Ausland importiert werden. Sowohl die effiziente Nutzung von Rohstoffen als auch die Substitution und die Schließung von Stoffkreisläufen ist eine Herausforderung der Zukunft.

Materialinnovationen bieten ein hohes Potenzial, industrielle Prozesse auf allen Wertschöpfungsebenen mit erheblich höherer Leistung bei gleichzeitig reduziertem Ressourceneinsatz zu führen. Rund 70 Prozent aller technischen Innovationen hängen direkt oder indirekt von den Eigenschaften der verwendeten Materialien ab. Dabei liegt der Anteil der Rohstoffkosten an den Gesamtherstellungskosten von Produkten mit 30 bis 80 Prozent oftmals deutlich über dem Kostenfaktor Arbeit. Innovationen im Materialbereich können gezielt Kosten sparen, aber auch stoffliche und energetische Ressourcen schonen und Umweltbelastungen reduzieren.

In diesem Kolloquium wird ein Überblick vermittelt, wie Materialinnovationen zu höherer Ressourceneffizienz führen. Einzelne Beispielprojekte und Konzepte zur Bewertung von Ressourceneffizienz werden vorgestellt.

Reduktion des Einsatzes von Technologiemetallen durch innovative Material- und Prozeßentwicklung
Dr. Ralf Zuber, Umicore AG & Co. KG, Hanau

Materialeffizienz bei der Herstellung von Galliumarsenid-Substraten für die LED-Herstellung
Dr. Stefan Eichler, Freiberger Compound Materials GmbH, Freiberg

Sustainable Hydrogen – Edelmetallfreie Katalysatoren für die Wasserstoffproduktion aus erneuerbaren Energiequellen
Dr. Matthias Blug, Evonik Industries AG, Marl

Korrosionsschutzsysteme für Abhitzekessel bei kombiniertem Schwefel- und Vanadiumoxidangriff
Dr. Xabier Montero, DECHEMA-Forschungsinstitut, Frankfurt am Main

Bewertung von Ressourceneffizienz – die ESSENZ-Methode
Dipl.-Ing. Vanessa Bach, TU Berlin

Moderation:
Dr. Alexis Bazzanella, DECHEMA e.V., Frankfurt am Main

 

Hinweis:

Auf Grund von Baumaßnahmen auf dem DECHEMA-Gelände, die sich noch bis Ende des Jahres 2015 hinziehen werden, stehen für Kolloquiumsbesucher nur sehr wenige Parkplätze zur Verfügung. Bitte benutzen Sie Parkhäuser in der Umgebung oder öffentliche Verkehrsmittel.

 

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