Jun. Prof. Dr.-Ing. Alexander Grünberger

ist derzeit Arbeitsgruppenleiter der „Multiscale Bioengineering“ Gruppe an der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld und gleichzeitig am IBG-1: Biotechnologie des Forschungszentrum Jülich assoziiert.
Sein bisheriger Werdegang umfasst ein Studium der Bioverfahrenstechnik (2004-2010) am KIT. Hierzu gehörten zwei längere Forschungsaufenthalte an der University of Queensland (Australien) und der University of Delaware (USA), in denen er sich mit Biomasseproduktion für die Gewinnung von Wasserstoff aus Algen und Protein Thermodynamik beschäftigte.
Anschließend schloss er eine Promotion im Bereich mikrofluidische Einzelzelluntersuchungen am Forschungszentrum Jülich / RWTH Aachen an (2010-2014). Der Fokus seiner Arbeit lag hierbei unter anderem bei der Entwicklung und Anwendung neuer mikrofluidischer Systeme für die Untersuchung von Wachstum- sowie Produktionprozessen industriell relevanter Mikroorganismen. Während seiner Postdoktorandenzeit (2014-2017) am Forschungszentrum Jülich widmete er sich verschiedenen Aspekten zur Anwendung von mikrofluidischen Einzelzellkultivierungsystemen im Bereich Mikrobiologie und Bioverfahrenstechnik. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem durch den VAAM Promotionspreis (2015), den Promotionspreis der Deutschen Gesellschaft für Zytometrie (2014) und den Promotionspreis des Bioökonomie Science Center (2014).
Ziel seiner gegenwärtigen und geplanten Forschungsvorhaben ist die weitere Integration von mikrofluidischen Methoden zur Verbesserung und Etablierung neuer Bioprozesse. Ein Fokus seiner neugegründeten Arbeitsgruppe wird die Entwicklung und Anwendung neuer mikrofluidischer Methoden zur Untersuchung von natürlichen und synthetischen mikrobiellen Mischkulturen mit biotechnologischem Bezug sein. Ein weiterer Schwerpunkt wird der Ergebnistransfer von Erkenntnissen aus der Einzelzellkultivierung in größere Maßstäbe darstellen. Diese Themengebiete haben einen hohen interdisziplinären Charakter an der Schnittstelle zwischen Mikrofluidik, Mikrobiologie und Bioverfahrenstechnik. Nur durch einen Ausbau dieser interdisziplinären Arbeitsweise lassen sich neue Methoden im Bereich der Biotechnologie langfristig etablieren.
 Aktuelle Informationen zu den Aktivitäten seiner Gruppe „Multiscale Bioengineering“ an der Universität Bielefeld finden sie unter: http://www.uni-bielefeld.de/techfak/ags/multiscale/

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