follow us:


Unsere Netzwerke und Partner:

national
international



DECHEMA e.V.
Theodor-Heuss-Allee 25
60486 Frankfurt
Telefon (069) 7564-0
Telefax (069) 7564-201


Kontakt/Contact:
Dr. Kathrin Ruebberdt
Tel. +49 (0) 69 / 75 64 - 2 77
Fax +49 (0) 69 / 75 64 - 2 72
e-Mail:



aktuelle Termine

Infoday "The future of Synthesis Gas"
DECHEMA-Haus, Frankfurt am Main/Germany
29.10.2014

ISPPP 2014
Fortress Marienberg (Festung Marienberg), Würzburg
05.11.2014 - 07.11.2014

GeCatS-Infotag "Synergien zwischen Chemie- und Energieproduktion"
DECHEMA-Haus, Frankfurt am Main
07.11.2014


DECHEMA-Mediathek

teaser dechemax

ACHEMA Gründerpreis

Presse-Information

Press release ¤ Information de presse

26.09.2006

Verleihung der Arnold-Eucken-Medaille 2006 durch die GVT Forschungs-Gesellschaft Verfahrens-Technik

Anläßlich der GVC/DECHEMA-Jahrestagungen 2006 werden im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 26. September um 9.00 Uhr in den Rhein-Main-Hallen Wiesbaden zwei herausragende Wissenschaftler mit der im Jahre 1956 von der GVT gestifteten Arnold-Eucken-Medaille gewürdigt:

Professor Dr.-Ing. Dr. h.c.mult. Ernst Dieter Gilles, Universität Stuttgart
und
Professor Dr.-Ing. Gerhart Eigenberger, Universität Stuttgart

Die beiden mit der Arnold-Eucken-Medaille geehrten Ingenieure beschäftigten sich mit der mathematisch-theoretischen Durchdringung von chemischen Prozessen – Prof. Gilles vorwiegend mit der Anwendung auf regelungstechnische Probleme und Prof. Eigenberger mit dem Schwerpunkt auf reaktionstechnische Probleme. Beide Preisträger sind hervorragende Repräsentanten der „Stuttgarter Schule“ und haben als Wissenschaftler und Hochschullehrer eine Generation von Absolventen und Doktoranden geprägt und zu glänzenden beruflichen Perspektiven geführt.

Prof. Ernst Dieter Gilles wird für herausragende Arbeiten zur Dynamik und optimalen Steuerung verfahrenstechnischer Prozesse ausgezeichnet. Mit der mathematischen Beschreibung des Prozeßverhaltens, mit der Behandlung der numerischen Probleme bei der Lösung der Modellgleichungen und der Entwicklung leistungsfähiger computergestützter Algorithmen hat er die theoretischen Grundlagen für die Behandlung komplexer, modellgestützter Regelungen geschaffen und deren Anwendung auf praktische Fragestellungen der chemischen Industrie in höchstem Maße befruchtet.

Prof. Gerhart Eigenberger wird für herausragende Beiträge zur Vorhersage des stationären und instationären betriebstechnischen Verhaltens unterschiedlichster Reaktionsapparate ausgezeichnet. Seine Arbeiten zu Festbettreaktoren für die heterogene Gaskatalyse, zu Blasensäulen-Reaktoren für Gas-Flüssigkeitsreaktionen und zu Membranreaktoren zeichnen sich durch tiefgehende theoretische Analyse, durch Nutzbarmachung neuer numerischer Methoden und durch Entwicklung origineller experimenteller Methoden aus. Auf dieser Grundlage gelang der Entwurf neuartiger Reaktoren sowie die Ermittlung der optimalen Auslegungsparameter und Betriebsführungsstrategien.


Die Preisträger:

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c.mult. Ernst Dieter Gilles

Ernst Dieter Gilles (Jahrgang 1935) promovierte 1963 an der Technischen Hochschule Darmstadt. Nach der Habilitation für das Fach Regelungstechnik ebendort im Jahre 1966 wurde er 1968 Ordentlicher Professor und Direktor am Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik der Universität Stuttgart, wo er bis zum Jahre 2005 wirkte. Seit 1997 ist er Gründungsdirektor des Magdeburger Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme und Honorarprofessor an der Universität Magdeburg (seit 1999). Ihm wurden vier Ehrendoktorwürden verliehen. Seine Leistungen wurden u.a. mit dem DECHEMA-Preis der Max-Buchner-Forschungsstiftung (1967), der Carl-Friedrich-Gauß-Medaille (1992), dem Ernest-Solvay-Preis (1992), dem Nordic Process Control Award (2004) und dem Karl-Kupfmüller-Ring (2005) gewürdigt. Ernst Dieter Gilles wurde zum Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (1998), zum Korrespondierenden Mitglied der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft (2000), zum Außerordentlichen Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (2001) und zum Mitglied im Konvent der Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (2002) berufen. Von 1990-1996 war er Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Professor Dr.-Ing. Gerhart Eigenberger

Gerhart Eigenberger (Jahrgang 1939) promovierte 1973 in Stuttgart und habilitierte sich nach einem dreijährigen Habilitationsstipendium in den USA im Jahre 1977 für das Fach Systemdynamik und Chemische Reaktionstechnik an der Universität Stuttgart. Nach 10 Jahren Industrietätigkeit bei der BASF Aktiengesellschaft wurde er 1986 Ordinarius und Leiter des Instituts für Chemische Verfahrenstechnik der Universität Stuttgart (Emeritus 2004). Er wurde mit dem DECHEMA-Preis der Max-Buchner-Forschungsstiftung (1977), mit dem Landesforschungspreis Baden-Württemberg (1992), der Gerhard-Damköhler-Medaille der DVCV (2000) und dem Ernest-Solvay-Preis (2004) ausgezeichnet. Seit 2002 ist er Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Von 1994-1998 leitete er die Fachsektion Membrantechnik der DECHEMA, von 1995-1998 war er Chairman der Working Party on Chemical Reaction Engineering der European Federation of Chemical Engineering. In den Jahren 1995-1999 war G. Eigenberger Senatsmitglied der Deutschen Forschungsgemeinschaft, von 1999-2005 bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten der DFG.

Die Arnold-Eucken-Medaille

Entsprechend den Verleihungsbestimmungen werden mit dieser Medaille „weit überdurchschnittliche Leistungen, welche nicht nur in Fachkreisen des Inlandes, sondern internationale Anerkennung gefunden haben, gewürdigt. Die Verdienste müssen auf dem Gebiet Verfahrenstechnik, ihrer Grundlagen oder Randgebiete liegen; sie können sowohl die technische Entwicklung betreffen, wie eine Erweiterung der wissenschaftlichen Grundlagen und Lehre. Im Sinne des Wirkens von Eucken sind besonders auch die Leistungen zu beachten, welche die Ingenieurwissenschaften mit der Chemie verbinden“.

Arnold Eucken leitete von 1930 – 1950 das von Nernst gegründete Göttinger Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie. Seine Tätigkeit als erster Obmann des VDI-Fachausschusses Verfahrenstechnik und zahlreiche von ihm verfaßte Lehrbücher markieren den Beginn der Entwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen der chemischen Verfahrenstechnik in den 30er Jahren in Deutschland.

Die Arnold-Eucken-Medaille wurde erstmalig im Jahre 1956 und seitdem 19mal vergeben.