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Presse-Information

Press release ¤ Information de presse

15.01.2007

Geist und Gehirn – Wo sind die Brücken?

15. Frankfurter Sonderkolloquium: Technik und Gesellschaft im Dialog

25. Januar 2006, 15:00 Uhr,
DECHEMA-Haus, Theodor-Heuss-Allee 25, Frankfurt am Main

Das menschliche Gehirn ist ein wahres Hightech-Produkt der Biologie. Das fein abgestimmte Zusammenspiel seiner vielen Milliarden Nervenzellen läßt Bewußtsein und Intelligenz entstehen. Ungezählte Zellen und viele spezialisierte Proteine sind an der Weiterleitung der elektrischen Impulse und damit am Lernen, dem Verarbeiten von Reizen und dem vorausschauenden Handeln beteiligt.

Wie funktioniert eigentlich Wahrnehmung und Lernen? Bestimmt das Gehirn unser Verhalten oder ist es umgekehrt? Welche Rolle spielen die Gene für Gefühle, Bewußtsein, Erinnerung, Emotionen oder Motivation? Gibt es einen Zusammenhang vom Molekül bis zur Intelligenz? Diese Rätsel des Gehirns und unseres „Ichs“ zu entschlüsseln und zu verstehen und vielleicht mit diesen Erkenntnissen den intelligenten Computer oder die denkende Maschine zu produzieren, fasziniert nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft. In keinem anderen Wissenschaftsgebiet arbeiten deshalb so unterschiedliche Fachrichtungen zusammen wie in den Neurowissenschaften: Biochemiker und Molekularbiologen, Neurologen, Mediziner, Psychologen, Pharmakologen, Sprach- und Verhaltensforscher, aber auch Ingenieure, Informatiker und Philosophen.

Beim 15. Frankfurter Sonderkolloquium der Reihe „Technik und Gesellschaft im Dialog“, zu dem die wissenschaftlich-technischen Vereine der Rhein-Main-Region einladen, geben drei Experten Auskunft über aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungen.

Wie es um den Zusammenhang zwischen molekularen Mechanismen und Verhalten steht, um entwicklungsbedingtes Lernen in der Jugend und im Alter und wie sich Repräsentationen im Gehirn abbilden, diesen Fragen geht Frau Professor Hannah Monyer in ihren aktuellen Forschungsprojekten nach. Die in Rumänien geborene und in Heidelberg studierte Medizinerin, mit umfangreichen praktischen Erfahrungen in der Neuropädiatrie und in renommierten ausländischen Forschungsinstitutionen, u.a. am Stanford University Medical Center, ist seit 1999 Ärztliche Direktorin der Abteilung Klinische Neurobiologie der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg. 1999 wurde sie für ihre richtungweisenden Arbeiten mit dem Verdienstkreuz am Bande und 2004 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet.

Die Erforschung des menschlichen Gehirns ist eine Herausforderung dieses Jahrhunderts. Noch kann niemand genau sagen, wie Lernen eigentlich funktioniert, wie Informationen für Bildung und Wissen, Denken und Verhalten im Gehirn verarbeitet werden. Die Techniker wollen jedoch wissen, wie das menschliche Gehirn funktioniert, um daraus auch künftige Anwendungen zu generieren. Professor Henning Scheich, Direktor des Leibniz-Instituts für Neurobiologie in Magdeburg, Zentrum für Lern- und Gedächtnisforschung, untersucht mit neuesten Technologien der bildgebenden Verfahren die Hirnaktivitäten von Patienten. Tomographen und Elektroenzephalographie machen das Zusammenspiel verschiedener Hirnareale sichtbar, etwa beim Musizieren, beim Erinnern oder beim Lernen, sagt er. Aufbauend auf diesen physikalischen Techniken untersucht er mit seiner Arbeitsgruppe die biochemischen und neurophysiologischen Funktionen des Denkens, Lernens und Vergessens.

Professor Christian Büchel, geboren in Frankfurt am Main, studierte Medizin in Heidelberg und vertiefte sein Wissen zur klinischen und kognitiven Neurologie und Neurophysiologie in den verschiedensten renommierten Forschungslaboratorien der Welt, u.a. in Philadelphia und London. Seit Mai 2000 leitete er eine von der Volkswagenstiftung geförderte Forschungsgruppe auf dem Gebiet der Kognitiven Neurowissenschaften an der Universität Hamburg und ist heute als ausgewiesener Experte Direktor des Instituts für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sowie Direktor des vom Bundesministeriums für Forschung geförderten Bildgebungszentrums „Neuroimage Nord“. 2005 wurde er als jüngstes Mitglied in die Akademie der Wissenschaften in Hamburg berufen. Welche Einblicke moderne bildgebende Verfahren in die Zusammenhänge von Emotion, Motivation und den Genen im menschlichen Gehirn liefert, das ist ein Schwerpunkt seiner aktuellen Forschungsarbeiten und seines Vortrages auf diesem Kolloquium.

Die Moderation dieses spannenden Themas um die komplexen Vorgänge in unserem Gehirn liegt in den Händen von Professor Volker Mosbrugger, Direktor des Senckenberg Forschungsinstitutes und Naturmuseums in Frankfurt.

Die Teilnahme an dem Kolloquium ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen erbitten wir eine Anmeldung.
Weitere Informationen und ein Anmeldeformular im Internet unter www.dechema.de/kolloquien.
Bei Rückfragen: E-Mail oder Tel.: (0 69) 75 64-296.

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