So lässt sich aus Ereignissen lernen

2017-12-11 | Frankfurt

Mit dem neuen Leitfaden „Ereignisaufklärung“ gibt der ProcessNet-Arbeitsausschuss Ereignisse vor allem Sicherheitsexperten aus kleinen und mittelständischen Betrieben ein Werkzeug an die Hand, um auch nicht meldepflichtige und Beinahe-Ereignisse zu analysieren und daraus Maßnahmen für die Zukunft abzuleiten.

Der Leitfaden beschreibt die Schritte von der Zusammenstellung des Untersuchungsteams über die Analysemethode und die Maßnahmenfestlegung bis zur Kommunikation der Lehren, die aus dem Ereignis zu ziehen sind.

Unternehmen sollten auch Ereignisse, die rein rechtlich nicht meldepflichtig sind, sorgfältig untersuchen. Denn aus der Analyse lassen sich häufig Schlüsse ziehen, um sicherheitsrelevante Ereignisse und Betriebsunterbrechungen zu vermeiden und Prozesse zu verbessern. Der ProcessNet-Arbeitsausschuss Ereignisse hat deshalb einen ausführlichen Leitfaden entwickelt, der Sicherheitsexpertinnen von Unternehmen vom Zeitpunkt des Ereignisses bis zur Kommunikation der „Lessons learned“ Methoden und Fragenkataloge an die Hand gibt. Dazu gehören unter anderem die Ursachenanalye mit Hilfe der „Causal-Tree-Methode“, aber auch Empfehlungen für die Dokumentation. Der Leitfaden ist so aufgebaut, dass er von Personen mit einem technischen Hintergrund, aber ohne umfassende Erfahrung im Bereich der Ereignisaufklärung genutzt werden kann. Er vermittelt die grundsätzliche Vorgehensweise und gibt praxisnahe Hilfestellung. Durch seine einfache Handhabbarkeit und die verständliche Darstellung soll die Untersuchung auch kleinerer, nicht meldepflichtiger Ereignisse vereinfacht werden. Damit lässt sich die Sicherheit der Prozesse und Anlagen kontinuierlich erhöhen.

Der Leitfaden Ereignisaufklärung ist kostenfrei verfügbar unter www.dechema.de/Ereignisaufklaerung

Weiterführender Link
Veranstaltungen
Jetzt Mitglied werden