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17.01.2006

Naturgewalten, Katastrophen und Klima – Was können wir tun?

14. Frankfurter Sonderkolloquium: Technik und Gesellschaft im Dialog
26. Januar 2006, 15:00 Uhr, DECHEMA-Haus, Theodor-Heuss-Allee 25, Frankfurt am Main

Schon immer waren die Menschen den Gewalten der Natur ausgesetzt. Dennoch mehren sich in den letzten Jahren die Katastrophenmeldungen. Ist das System Erde vollends aus dem Gleichgewicht geraten? Wenn schon Wirbelstürme, Erdbeben und Tsunamis nicht vermeidbar sind, sind dann wenigstens die katastrophalen Folgen zu verhindern? Was können wir tun, was sollen wir tun?

Angesichts einer immer schneller umlaufenden Medienmaschinerie wird es zunehmend schwieriger, Fakten und Meinungen voneinander zu trennen. Beim 14. Frankfurter Sonderkolloquium der Reihe „Technik und Gesellschaft im Dialog“, zu dem die DECHEMA zusammen mit dem DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.), dem VDI Bezirksverein Frankfurt-Darmstadt (Verein Deutscher Ingenieure e.V.), dem Physikalischen Verein (Gesellschaft für Bildung und Wissenschaft) und der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft einlädt, geben drei Experten Auskunft über die aktuellen Forschungsergebnisse und Entwicklungen.

Ist der Klimawandel real? Oder hat sich nur unsere Wahrnehmung gewandelt? Heiße, trockene Sommer gab es auch schon zu früheren Zeiten, und Hurrikane vor der amerikanischen Südküste sind auch nicht neu. Aber was wissen wir wirklich? Nur exakte, mit wissenschaftlichen Methoden zusammengetragene Klimadaten der Vergangenheit können Aufschluß geben über Art und Umfang der allmählichen Klimaverschiebungen. Aufwendige Modellrechnungen geben Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Wetterextremen und Klimawandel. Dr. Anders Levermann / Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, Klimatologe am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung / Leiter der Abteilung Klimasysteme, Arbeitsgruppe Ozeanmodellierung arbeiteten an solchen Projekten. Dabei untersuchen sie unter anderem die Frage, ob sich der Golfstrom verschieben und wie sich das auf unser Klima in Westeuropa auswirken könnte.

Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis entstehen durch Vorgänge in der Erdkruste, die wir nicht beeinflussen können. Gibt es Möglichkeiten der Vorhersage? Was kann zur Gefahrenabwehr getan werden? Wie lassen sich Katastrophen vermeiden? Prof. Dr. Jochen Zschau ist Geophysiker an der Universität Potsdam und Leiter der Sektion Naturkatastrophen am Geo-Forschungszentrum Potsdam. Bei seinen Forschungsprojekten sucht er Antworten auf die Fragen wie Vulkane funktionieren, was die Auslöser für Erdbeben sind, welche geophysikalischen Prozesse sich dabei abspielen und welche Ursachen im Einzelnen zu welchen Schäden geführt haben. Dieses Grundlagenwissen hilft, künftige Schäden zu begrenzen, und es ist die Basis für ein wirksames Frühwarnsystem, damit aus einer Gefahr keine Katastrophe wird.

Wird die Menschheit immer anfälliger für Naturkatastrophen? Führen in unserer hochtechnisierten Umwelt selbst kleine Naturereignisse schnell zu Katastrophen, die ganze Volkswirtschaften ruinieren können? Sind bald bestimmte Schäden nicht mehr versicherbar? Die Versicherungswirtschaft muß steigende Risiken abschätzen und kalkulieren. Sie hat deshalb ein ureigenes Interesse, die Risikotrends richtig zu erkennen und ihnen aktiv entgegenzusteuern, beispielsweise durch ein verstärktes Engagement im Bereich Umwelt Klimaschutz und bei der Katastrophenvorsorge. Der Meteorologe und Geophysiker Dr. Gerhard Berz ist in etlichen nationalen und internationalen Gesellschaften und Arbeitsgruppen tätig, die sich mit den Auswirkungen von Naturkatastrophen und Klimawandel befassen, und er war langjähriger Leiter des Kompetenzzentrums GeoRisikoForschung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft. Eine deutsche Zeitschrift nannte ihn einmal „Master of Disaster“.

Die Moderation dieses aktuellen Themas um die komplexen Vorgänge auf unserem Planeten und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft übernimmt Prof. Dr. Bruno Deiss, Wissenschaftlicher Direktor des Physikalischen Vereins, Frankfurt am Main.

Die Teilnahme an dem Kolloquium ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen erbitten wir eine Anmeldung. Weitere Informationen und ein Anmeldeformular im Internet unter www.dechema.de/kolloquien, bei Rückfragen , Tel.: (0 69) 75 64-375.

Die DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.) ist eine gemeinnützige wissenschaftlich-technische Gesellschaft mit Sitz in Franfurt/Main. Mehr als 5.000 Naturwissenschaftler, Ingenieure und Firmen, Organisationen und Institute gehören ihr heute als Mitglieder an. Ihr Ziel ist es, den technischen Fortschritt auf den Gebieten Chemische Technik, Biotechnologie und Umweltschutz zu fördern und mitzugestalten. Mit ihren vielfältigen Aufgaben ist die DECHEMA Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

 

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