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16.05.2006

ACHEMA-Fernsehpreis 2006 für Jörg Moll

für den Film „Der Sprit der niemals ausgeht“ aus der 3sat-Wissenschaftsreihe „hitec“

Der Fernsehjournalist Jörg Moll aus Berlin wurde am 15. Mai 2006 in Frankfurt am Main für seine Fernsehdokumentation „Der Sprit der niemals ausgeht“ aus der 3sat-Wissenschaftsreihe „hitec“ mit dem ACHEMA-Fernsehpreis 2006 ausgezeichnet. Moll erhielt diesen Preis mit 10.000 € dotierten Preis damit bereits zum zweiten Mal nach 2003.

„Mit diesem von der DECHEMA alle drei Jahre vergebenen Preis wollen wir zeigen, daß der unterhaltsame Bildungsauftrag des Fernsehens für uns als wissenschaftlich-technische Gesellschaft ein wichtiges Anliegen ist, das Journalisten, Fernsehen, Wissenschaft und Technik in einem gemeinsamen Auftrag verbindet“, sagte Professor Jens Weitkamp, stellvertretender Vorsitzender der DECHEMA, anläßlich der Preisverleihung. „Wissenschaft schafft Wissen, und Wissen verändert die Welt. Es sind genau diese Veränderungen, die eine breite und offene Kommunikation verlangen, wenn sie in der Gesellschaft von Akzeptanz getragen werden sollen“, erklärte Weitkamp. Gerade dieser Film zeige sehr deutlich, daß Wissenschaft und Technik neue Handlungsspielräume eröffnen, daß sie neue Optionen erschließen. „Die Frage, welche Optionen verwirklicht werden, kann aber nicht mehr allein von Wissenschaftlern und Technikern entschieden werden. Dazu braucht es einen breiten gesellschaftlichen Konsens zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“.

Der prämierte Film zeigt sehr anschaulich, wie wir von steigenden Ölpreisen zu Innovationen geradezu getrieben werden. Im Mittelpunkt stehen nachwachsende Rohstoffe, also Biomasse, als Alternative zu unseren konventionellen Energierohstoffen Öl, Gas und Kohle. Der Bogen ist weit gespannt – vom Bioethanol über Bio-Diesel bis hin zur Totalvergasung von Biomasse und der Produktion synthetischer Treibstoffe. Der Film zeigt auch, daß wir mit alternativen Rohstoffen in ein kompliziertes System eingreifen, was Konsequenzen hat bis zum Motorenbau. Der prämierte Film leiste damit einen wichtigen Beitrag, das integrierte Zusammenspiel von Chemie, Biotechnologie und Umweltschutz einer breiten Öffentlichkeit erklärend näher zu bringen, so Professor Weitkamp. Das Medium Fernsehen stehe dabei an Stelle Eins solcher Wissensvermittlung.

„Wissenschaftssendungen sind so beliebt wie nie“, bestätigte auch Dr. Helmut Reitze, Intendant des Hessischen Rundfunks, in seinem Festvortrag „Wissenschaft in den Medien – Bildungsauftrag und Unterhaltung!“ Was in Hörfunk und Fernsehen angeboten wird, ist weit von trockener Wissensvermittlung entfernt und zieht ein Millionenpublikum an. Aber wo verläuft die Grenze zwischen seriöser Information und quotenorientiertem Klamauk? Seine These: „Wissenschaft und Unterhaltung lassen sich mit Gewinn zusammenbringen“. Der preisgekrönte Film zeige eindrucksvoll, wie unterhaltsam Wissenschaft sein kann.

Auch der Preisträger Jörg Moll schätzt die Zunahme der Berichterstattung über wissenschaftliche und technische Themen in den TV-Medien als sehr erfreulich ein. Wichtig dabei sei jedoch die erhöhte Bereitschaft von Unternehmen und wissenschaftlichen Instituten, ihr Wissen einer größeren Öffentlichkeit mitzuteilen. „Das sind die Grundvoraussetzungen, ohne die anspruchsvolle Wissenschaftssendungen nicht produziert werden können“, sagte er. Besonders bedankte er sich auch für die langjährige und hervorragende Zusammenarbeit mit 3sat, wo seine Filme unter anderem in den Sendungen „hitec“, „delta“, und „neues“ zu sehen sind und die Information eines breiten Publikums erst möglich machen.

Die DECHEMA e.V. vergibt den ACHEMA-Fernsehpreis alle drei Jahre an den Autor/Autoren eines Fernsehfilms aus dem deutschsprachigen Raum, der ein Thema aus den Bereichen Chemische Technik, Biotechnologie und Umweltschutz auf interessante und allgemeinverständliche Weise einer breiten Öffentlichkeit nahegebracht habt. Die nächste Ausschreibung für den ACHEMA-Fernsehpreis 2009 beinhaltet Filme, die zwischen Januar 2006 bis Januar 2009 gesendet wurden.

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