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07.09.2009

Auszeichnung für Verdienste um die Verfahrenstechnik: ProcessNet-Medaillen werden in Mannheim verliehen

Auf der ProcessNet-Jahrestagung am 8. September 2009 in Mannheim werden drei verdiente Wissenschaftler auf dem Gebiet der Reaktions- und Verfahrenstechnik mit den ProcessNet-Medaillen 2009 ausgezeichnet.
Die Emil-Kirschbaum-Medaille erhält Prof. Dr.-Ing. Gerd Maurer, TU Kaiserslautern, für seine grundlegenden, umfassenden Arbeiten auf dem Gebiet der Mischphasen-Thermodynamik und der Modellierung von Elektrolytlösungen.
Mit der Gerhard-Damköhler-Medaille wird Prof. Dr. Peter Zehner (vormals BASF SE) für die beispielhafte Anwendung reaktions- und strömungstechnischer Grundlagen bei der Entwicklung von neuartigen chemischen Reaktoren für eine Vielzahl industrieller Prozesse geehrt.
Die Hans-Rumpf-Medaille wird an Prof. Dr.-Ing. Karl Sommer, TU München, verliehen für seine wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet des Mischens und Agglomerierens von Partikelsystemen und der Anwendung dieser Methoden in der Lebensmitteltechnologie.
Die drei Medaillen werden seit 1991 – bis zur Gründung von ProcessNet durch die DVCV - im Dreijahresturnus vergeben  und sind nach den Pionieren der chemischen, thermischen und mechanischen Verfahrenstechnik benannt. Die Verleihung findet im Rahmen der Eröffnungssitzung der ProcessNet-Jahrestagung am 8. September um 9 Uhr im Congress Center Rosengarten Mannheim statt.

Emil-Kirschbaum-Medaille für Gerd Maurer, TU Kaiserslautern

Prof. Dr.-Ing. Gerd Maurer, TU Kaiserslautern erhält die Auszeichnung für seine grundlegenden, umfassenden Arbeiten auf dem Gebiet der Mischphasen-Thermodynamik und der Modellierung von Elektrolytlösungen.

Gerd Maurer, geboren 1942, studierte Verfahrenstechnik an der Universität Karlsruhe. Von 1980 bis 1985 war er für die BASF SE tätig, bevor er einen Ruf an die Universität Kaiserslautern auf die Professur für Technische Thermodynamik annahm. Seit 2002 ist er außerdem Honorarprofessor der Fakultät für Chemie an der Staatlichen Universität St. Petersburg/Russland, Maurer engagierte sich in zahlreichen hochschulpolitischen und forschungsorientierten Gremien, u.a. als Vorsitzender und Mitglied im erweiterten Vorstand des Fakultätentages für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, als Vorsitzender des GVC-Fachausschusses Thermodynamik, als Vorsitzender des Wissen-schaftlichen Arbeitskreises Technische Thermodynamik WATT, als Mitglied des Vor-standes des Kompetenznetzes Verfahrenstechnik Pro3 und als Koordinator des DFG-Schwerpunktprogramms Stoffeigenschaften komplexer fluider Systeme.  

Die Emil-Kirschbaum-Medaille wird für Arbeiten verliehen, die zur Vertiefung und Er-weiterung der Grundlagen der thermischen Verfahrenstechnik oder deren beispielhafter Anwendung in der industriellen Praxis geführt haben. Besonders berücksichtigt werden dabei Arbeiten, die sich mit richtungweisenden experimentellen Untersuchun-gen, beispielhafter Modellbildung oder theoretischer Entwicklung auf dem Gebiet der Maßstabsvergrößerung beschäftigen.

Gerhard-Damköhler-Medaille für Peter Zehner (vormals BASF SE)

Prof. Dr. Peter Zehner (vormals BASF SE) wird für die beispielhafte Anwendung reaktions- und strömungstechnischer Grundlagen bei der Entwicklung von neuartigen chemischen Reaktoren für eine Vielzahl industrieller Prozesse geehrt.

Peter Zehner, geboren 1942, studierte Verfahrenstechnik in Mannheim und Karlsruhe. Nach der Promotion trat er 1972 in die BASF SE ein und war bis 2002 als Gruppenleiter zunächst in der Misch- und Reaktionstechnik, später in der Verfahrensentwicklung des Ammoniaklaboratoriums tätig. Bis heute ist er als freier Mitarbeiter der BASF aktiv. Zehner habilitierte sich 1988 an der Universität Kaiserslautern für mechanische Verfahrenstechnik und Mehrphasenströmungen. Er engagierte sich in zahlreichen GVC-Ausschüssen. Als Mittler zwischen Industrie und Forschung leistete er maßgebliche Beiträge zur Entwicklung neuer Reaktortypen und neuer Prozesse. 1984 wurde er mit dem Arnold-Eucken-Preis der GVC geehrt.

Mit der Gerhard-Damköhler-Medaille werden Arbeiten ausgezeichnet, die zur Vertiefung und Erweiterung der Grundlagen der chemischen Verfahrenstechnik oder zu einer beispielhaften Anwendung in der industriellen Praxis geführt haben.

Hans-Rumpf-Medaille für Karl Sommer, TU München

Prof. Dr.-Ing. Karl Sommer, TU München, wird für seine wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet des Mischens und Agglomerierens von Partikelsystemen und der Anwendung dieser Methoden in der Lebensmitteltechnologie ausgezeichnet.

Karl Sommer, geboren 1943, studierte Verfahrenstechnik an der Universität Karlsruhe (TH) und trat nach Promotion und Habilitation 1977 in die BASF SE ein. 1982 übernahm er den Lehrstuhl für Maschinen- und Apparatekunde an der Fakultät für Brauwesen, Lebensmitteltechnologie und Milchwissenschaft der TU München. Von 1990-92 und 1996-98 war er Dekan dieser Fakultät und Senatsmitglied der TU München. Sommer ist berufendes Mitglied mehrerer GVC-Fachausschüsse und Mitglied des Beirats der GVC. Seit 1997 hat er außerdem den Vorsitz der Working Party on Agglomeration der European Federation of Chemical Engineering (EFCE) inne. Sommer ist Träger zahlreicher Ehrungen, darunter der Verdienstmedaille in Gold der Fakultät für Brauwesen, Lebensmitteltechnologie und Milchwissenschaft der TU München und der VDI-Ehrenmedaille in Gold.

Mit der Hans-Rumpf-Medaille werden Arbeiten gewürdigt, die zur Vertiefung und Erweiterung der Grundlagen der Mechanischen Verfahrenstechnik oder ihrer beispielhaften Anwendung in der industriellen Praxis geführt haben. Dabei werden die Arbeiten besonders berücksichtigt, die sich mit richtungweisenden experimentellen Untersuchungen, beispielhafter Modellbildung oder theoretischer Entwicklung auf dem Gebiet der Maßstabsvergrößerung beschäftigen.

 

Porträtbilder der Preisträger stehen hier zum Download zur Verfügung. Bildmaterial von der Preisverleihung wird ebenfalls bereitgestellt. Für weitere Informationen wenden Sie sich an Dr. Kathrin Rübberdt, Tel. 069-7564-277 oder E-Mail

ProcessNet - eine gemeinsame Initiative von DECHEMA und VDI-GVC - bündelt seit 2007 die Aktivitäten der beiden Gesellschaften in Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen und Technischer Chemie unter einem Dach. Derzeit vereint ProcessNet über 5.000 Mitglieder aus Wissenschaft, Industrie und Behörden. In acht thematisch gegliederten Fachgemeinschaften finden Interessierte eine Plattform, um fach- und branchenübergreifend wissenschaftlich-technische Problemstellungen und Themen von übergeordneter technischer und gesellschaftlicher Bedeutung zu bearbeiten. ProcessNet identifiziert neue wissenschaftliche Trends, stößt förderpolitische Initiativen an und ist nationaler Ansprechpartner für internationale Kooperationen. Neben der Gremienarbeit organisiert ProcessNet zahlreiche Veranstaltungen, darunter die ProcessNet-Jahrestagung mit weit über 1.000 Teilnehmern. Die Mitwirkung bei ProcessNet ist über die Mitgliedschaft in DECHEMA und / oder VDI-GVC möglich.

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