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10.09.2009

TU Dortmund sichert sich Sieg beim 4. ChemCar-Wettbewerb

Das Team der TU Dortmund hat beim 4. ChemCar-Wettbewerb der kreativen jungen Verfahrensingenieure (kjVI) im VDI die Siegesserie der TU Clausthal beendet. Ihr Fahrzeug legte die geforderte Strecke von 11 m in zwei Durchgängen mit Abweichungen von nur 63 bzw. 20 cm am exaktesten zurück und sicherte sich damit den Pokal und die Siegprämie von 2000 Euro vor dem „Autu“ der TU Berlin. Den dritten Platz belegte der sPRINTEr der RWTH Aachen. Besondere Aufmerksamkeit fand der „Apokalyptische Schreiter“ des Teams von der TH Karlsruhe, der als Geher konzipiert war und auf die Räder verzichtete.  Insgesamt waren 7 Teams nach Mannheim gereist, um im Rahmen der ProcessNet-Jahrestagung ihre Fahrzeuge gegeneinander antreten zu lassen. Erstmals war dabei durch die WUT Warschau auch das nicht-deutschsprachige Ausland vertreten.

Nach den diesjährigen Regeländerungen war die Herausforderung, ein Fahrzeug zu bauen, dass eine zuvor geloste Distanz inklusive Ballast möglichst genau erreichen soll, noch größer: Elektromotoren waren dieses Mal nicht erlaubt. Die meisten Teams setzten daher auf chemische Reaktionen, bei denen CO2-Gas freigesetzt wurde. Der dadurch aufgebaute Druck wurde auf unterschiedliche Weise für den mechanischen Antrieb genutzt: Während die Dortmunder Sieger auf eine Tesla-Turbine setzten, betrieben die Berliner ihr Fahrzeug mit einem klassischen Kolben-Hub-Motor. Welche Tücken die Konzeption und Konstruktion eines neuartigen Fahrzeugs bietet, hatten mehrere Teams am eigenen Leib erfahren: Ihre ChemCars waren bei Wettbewerbsbeginn nicht fahrtauglich. Der Beifall und die Anerkennung des fachkundigen Publikums auf der größten deutschsprachigen Konferenz zu Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen waren ihnen trotzdem sicher.

Der ChemCar-Wettbewerb soll jungen Chemikern und Verfahrenstechnikern nicht nur Spaß am praktischen wissenschaftlichen Arbeiten vermitteln und die Team- und Projektarbeit an den Hochschulen fördern. Er bietet auch die Gelegenheit, den „alten Hasen“ der Branche zu zeigen, welche frischen und kreativen Ideen von der neuen Generation erdacht, geplant und umgesetzt werden. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, den „Autoantrieb der Zukunft“ zu erfinden,  sondern darum, die vielfältigen Möglichkeiten der Chemie und der Verfahrenstechnik intelligent für einen Fahrzeugantrieb einzusetzen. In das Ergebnis fließen neben der Leistung im praktischen Teil auch das Konzept und die Präsentation mit ein.

Folgende Teams nahmen am 4. ChemCar Wettbewerb teil:

  • sPRINTEr / RWTH Aachen, 3-facher Teilnehmer
  • AuTu / TU Berlin, 3-facher Teilnehmer
  • Grüne Welle / TU Clausthal, 4-facher Teilnehmer
  • TDI-Dortmund / TU Dortmund, 2-facher Teilnehmer
  • Der apokalyptische Schreiter / Universität Karlsruhe, erste Teilnahme
  • Peroximinator / FH Köln, erste Teilnahme
  • Team Magdeburg, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, 3-facher Teilnehmer
  • WUT Steam Car / TU Warschau, erste Teilnahme

Das Autorennen der etwas anderen Art wurde 2006 von den kreativen jungen Verfahrensingenieuren (kjVI) mit Unterstützung der VDI-GVC Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen und der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. ins Leben gerufen. Die Sponsoren BASF, Bayer Technologies Service, Evonik, Lonza und Merck unterstützen diesen Wettbewerb und haben geholfen, ihn als festen Bestandteil der ProcessNet-Jahrestagung als einen der Programmhöhepunkte zu etablieren. Das Rennen fand im Rahmen des Studenten- und Doktorandenprogramms während der ProcessNet-Jahrestagung 2009 vom 08. bis 09. September in Mannheim statt.

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52/2009

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