Entwicklung einer Bewertungsmethode zur Ermittlung des CO2-Fußabdrucks von Klebanwendungen

19765 N

Forschungsstelle 1: Universität Kassel
Institut für Produktionstechnik und Logistik
Fachgebiet Trennende und
Fügende Fertigungsverfahren
Kurt-Wolters-Straße 3
34125 Kassel 
Projektleiter 1: Dipl.-Wirtsch.-Ing. Sascha Mechtold 
Forschungsstelle 2: Universität Kassel
Fachgebiet Umweltgerechte
Produkte und Prozesse
Kurt-Wolters-Straße 3
34125 Kassel
Projektleiter 2: Henning Meschede M.Sc. 
Laufzeit: 01.01.2018 - 31.12.2019

Eine ökologische Bewertung einer Klebverbindung muss nicht nur den Klebstoff selbst sondern vor allem auch den in der Regel sehr individuellen Klebprozess betrachten. Professionelle Bewertungen sind daher fast immer Einzelfallbewertungen, die durch spezialisierte Beratungsunternehmen durchgeführt werden und mit etwa 10.000 - 50.000 Euro pro Analyse zu Buche schlagen. Diese Kosten sind vor allem für KMU nicht tragbar. Ziel des Projekts KlebFuß ist es, eine Bewertungsmethode zu entwickeln, um den CO2-Fußabdruck einer Klebverbindung modular abzuschätzen, so dass KMUs dies ohne externe Beratungsunternehmen und kostengünstig umsetzen können. Kernstück der Bewertungsmethode ist eine Datenbank zu industriell angewandten Klebprozessen. Sie soll sowohl die spezifische Prozessausgestaltung, d.h. die Verarbeitung des Klebstoffs im Unternehmen, als auch die Herstellung des Klebstoffs berücksichtigen. Die Datenbank wird mit realen Daten befüllt, die durch die Messung der Stoff- und Energieströme konkreter Prozessschritte bei den Mitgliedern des projektbegleitenden Ausschusses ermittelt werden. Nutzer der Bewertungsmethode können auf die bereitgestellten Daten zurückgreifen und ihren eigenen Klebprozess auf Basis der vorhandenen Daten modellieren und eine Abschätzung des CO2-Fußabdrucks vornehmen. Hat der Anwender konkrete Daten zu den Stoff- und Energieströmen des eigenen Prozesses, so können diese statt der gemittelten Daten aus der Datenbank verwendet werden. Durch einen modularen Aufbau der Bewertungsmethode und die Aufbereitung der Daten zur Anwendung in einer Datenbank in Microsoft Access wird für hohe Transparenz gesorgt. Module, die bei einem zu bewertenden Klebprozess nicht auftreten, können auf diese Weise einfach ausgelassen werden. Eine Validierung der entwickelten Bewertungsmethode rundet das Projekt ab.

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BMWi-Logo Das IGF-Vorhaben Nr. 19765 N der Forschungsvereinigung DECHEMA, Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
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