Fachgruppe Algenbiotechnologie

Dem Thema "Algen" wird derzeit hohe Aufmerksamkeit zuteil. Algen stehen aus mehreren Gründen im Mittelpunkt des Interesses:

  1. Sie nutzen CO2 als Kohlenstoffquelle und könnten dieses am Ort seiner Entstehung (beispielweise an Kraftwerken) binden, so dass dieses Treibhausgas nicht in die Atmosphäre entlassen wird.
  2. Sie werden als potentielle Produzenten von Energieträgern, z. B. Biodiesel, propagiert, wodurch ein energetisches Recycling von CO2 ermöglicht werden soll.
  3. Sie dienen als Produzenten von Wert- und Wirkstoffen sowie Biopolymeren.

Hieraus lässt sich die überaus attraktive Vision eines geschlossenen wirtschaftlichen Kohlenstoffkreislaufs ableiten.

Als Vorteile für Algen werden u. a. benannt:

  • die im Vergleich zu Landpflanzen vermeintlich höhere Wachstumsrate und flächenbezogene Produktivität
  • bei der Produktion mit Algen entsteht kein Konflikt mit der Produktion von Nahrungsmitteln, da eine Algenkultivierung nicht an die Nutzung von Ackerland gebunden ist.

Die größte Herausforderung ist darin zu sehen, ein Kultivierungskonzept zu realisieren, welches es ermöglicht, die im Laboratoriumsmaßstab beschriebenen hohen Produktivitäten von Algen großtechnisch unter wirtschaftlichen Bedingungen umsetzen zu können.

Von der Fachgruppe Algenbiotechnologie wurde ein Positionspapier auf der Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen und technischen Kenntnisstands mit einer Einschätzung zu Möglichkeiten und Grenzen der Algenbiotechnologie erarbeitet. Seine Hauptaussage ist, dass sich nach derzeitigem Stand der Technik nur die Herstellung von Produkten mit höherer Wertschöpfung wirtschaftlich darstellen lässt. Es soll nun eine Roadmap zur technologischen Weiterentwicklung der Algenbiotechnologie erstellt werden, die molekularbiologische ebenso wie bioverfahrenstechnische Aspekte einbezieht.

 

Publikationen der Fachgruppe

Die Fachgruppe hat bisher folgende Publikationen veröffentlicht:

 PP_Algenbio_2016_ezl Algenpapier
Februar 2016
Mikroalgen-Biotechnologie - Gegenwärtiger Stand, Herausforderungen, Ziele
Juni 2009
Algenbiotechnologie - Bestandsaufnahme, Vision und strategische Weiterentwicklung

 

Fachgruppen-Beirat

Der Fachgruppen-Beirat setzt sich derzeit wie folgt zusammen:

 

Dr. Peter Ripplinger (Vorsitzender)
Lifescience Consult, Neckarsteinach

Prof. Dr. Thomas Brück (stellvertretender Vorsitzender)
TU München, Garching

Dr.-Ing. Nils Wieczorek (stellvertretender Vorsitzender)
TU Hamburg-Harburg, Hamburg

Prof. Dr. rer.nat. Rainer Buchholz
Heßdorf         

Dr. rer.nat. Fritz Cotta
Beratungsbüro für Umwelttechnik, Merseburg       

Dr. Claudia Grewe
Salata AG, Potsdam 

Prof. Dr. Carola Griehl
Hochschule Anhalt, Köthen  

Prof. (FH) Dr. Christoph Griesbeck
MCI Management Center Innsbruck, Innsbruck, Österreich         

Dr. Martin Heining
Evonik Technology & Infrastructure GmbH, Hanau          

Prof. Kai Muffler
TH Bingen, Bingen    

Prof. Dr.-Ing. Ingolf Petrick
BTU Cottbus-Senftenberg, Senftenberg     

Prof. Dr. Daniel Pleissner
Leuphana Universität Lüneburg, Lüneburg  

Prof. Dr.-Ing. Clemens Posten
Karlsruher Institut für Technologie - KIT, Karlsruhe           

Prof. Dr. Michael Sandmann
Hochschule Neubrandenburg, Neubrandenburg     

Prof. Dr. Stephanie Stute
Technische Hochschule Nürnberg, Georg Simon Ohm, Nürnberg           

Prof. Dr. habil. Walter Trösch
Stuttgart         

 

 

Kontakt

Vorsitzender
Dr. Peter Ripplinger
Neckarsteinacherstr. 48
69239 Neckarsteinach
Tel: 06229 7089850

Stellvertretende Vorsitzende
Dr.-Ing. Nils Wieczorek
Technische Universität Hamburg
Institut für Umwelttechnik
und Energiewirtschaft
Harburger Schloßstr. 36
21079 Hamburg
Tel: 040 42878 3577

Prof. Dr. Thomas Brück
Technische Universität München
Department für Chemie
FB Industrielle Biokatalyse
Lichtenbergstr. 4
85748 Garching
Tel: 089 289 13253


Gremien-Betreuer
Dr. Jochen Michels
Tel: 069 7564-157

Veranstaltungen
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