Optionen für ein nachhaltiges Energiesystem mit Power-to-X

2018-10-04 | Frankfurt

Seit 2016 widmet sich das BMBF-Projekt „Power-to-X“-Technologien für die Sektorkopplung, die es ermöglichen, Energie aus erneuerbarer Stromerzeugung als Grundlage für Mobilität oder Chemieproduktion zu nutzen. Nun liegt eine erste Roadmap vor, die die verfügbaren Technologien einordnen und im Hinblick auf Nachhaltigkeit bewerten soll.

Power-to-X-Technologien sollen dazu beitragen, einerseits neben dem Stromsektor weitere Sektoren auf die Basis erneuerbarer Quellen zu stellen und andererseits Erzeugungsspitzen in der regenerativen Stromerzeugung auszugleichen. Im „Power-to-X“-Projekt forschen 50 Einrichtungen an unterschiedlichen Technologien in diesem Kontext. Begleitet wird das Projekt von einem Roadmapping-Prozess, der die Technologien einordnen und bewerten soll. Erste Zwischenergebnisse wurden nun von einem Autorenteam unter Führung der DECHEMA vorgelegt. Zwar ist es insbesondere für die Berechnung fundierter Lebenszyklus-Analysen noch zu früh, doch können die Autoren in einigen Bereichen notwendige Randbedingungen wie Rohstoffverfügbarkeit oder Effizienzgerade für die untersuchten Technologien formulieren, die bei der weiteren Bearbeitung hilfreich sein werden. Gleichzeitig sparen sie auch Kontroversen nicht aus: So enthält das Dokument neben Kapiteln zur politischen Einordnung, einer Darstellung der angewandten Methoden und der vorläufigen Analyse verschiedener Anwendungen sowie einem Fazit auch ein eigenes Kapitel zu offenen Fragen, die aus der Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen und Blickwinkel innerhalb des Projekts entstehen.

Zur Roadmap

Mehr zur Elektrolyse beim PRAXISforum Electrolysis in Industry am 22. und 23. November 2018

 

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