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11.09.2012

ProcessNet-Medaillen werden in Karlsruhe vergeben

Die Emil-Kirschbaum-Medaille 2012 geht an Prof. Dr. Jürgen Gmehling für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen für die Entwicklung der thermischen Verfahrenstechnik; damit werden besonders seine Verdienste um den Aufbau der Dortmunder Datenbank gewürdigt. Prof. Dr. Henning Bockhorn wird für seine Arbeiten im Bereich der Verbrennungstechnik mit der Gerhard-Damköhler-Medaille ausgezeichnet, der zur Entwicklung besonders schadstoffarmer Verbrennungsprozesse beigetragen hat. Die Hans-Rumpf-Medaille wird Prof. Dr. Joachim Werther für seine herausragenden Leistungen in der Feststoffverfahrenstechnik, insbesondere in der Erforschung und Weiterentwicklung der Wirbelschichttechnologie, verliehen. Die ProcessNet-Medaillen werden mindestens alle drei Jahre für herausragende Forschungsleistungen in den Disziplinen der Verfahrenstechnik vergeben. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Eröffnungssitzung der ProcessNet-Jahrestagung am 11. September 2012 in Karlsruhe.

 

Emil-Kirschbaum-Medaille für Prof. Dr. Jürgen Gmehling

Prof. Dr. Jürgen Gmehling erhält für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in der thermischen Verfahrenstechnik mit der Emil-Kirschbaum-Medaille. ProcessNet, die deutsche Plattform für chemische Verfahrenstechnik, würdigt damit besonders seine Verdienste um den Aufbau der Dortmunder Datenbank für thermodynamische Daten, durch die zahlreiche Innovationen in der Verfahrenstechnik möglich wurden. Die Entwicklung geeigneter Messverfahren, die Bereitstellung von Stoffdaten und die Etablierung von Software zur Modellierung hat nach Auffassung des ProcessNet-Vorstandes maßgeblich Prozesssimulationen in der heutigen Form ermöglicht. Jürgen Gmehling hat damit einen richtungsweisenden Beitrag sowohl für das theoretische Verständnis der thermischen Verfahrenstechnik als auch für die industrielle Anwendung der Ergebnisse geleistet.

Die Emil-Kirschbaum-Medaille wird mindestens alle drei Jahre vergeben. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Eröffnungssitzung der ProcessNet-Jahrestagung am 11. September 2012 in Karlsruhe.

Jürgen Gmehling, Jahrgan 1946, studierte nach einer Laborantenlehre in Essen, Claustahl-Zellerfeld und Dortmund Chemie und promovierte 1973 am Lehrstuhl für Anorganische Chemie der Universität Dortmund. Nach Forschungsaufenthalten in Berkely und Dänemark habilitierte er sich 1982 und folgte 1988 einem Ruf auf den Lehrstuhl für Technische Chemie an der Universität Oldenburg. Neben seiner akademischen Tätigkeit war er an der Gründung mehrerer Firmen beteiligt. Seit 2011 ist Jürgen Gmehling im Ruhestand. Seine wissenschaftlichen Leistungen wurden unter anderem mit dem Arnold-Eucken-Preis der VDI-GVC , dem Rossini-Lecture-Award der IACT und der Gmelin-Beilstein-Gedenkmünze der GDCh ausgezeichnet.

 

Prof. Dr. Joachim Werther erhält Hans-Rumpf-Medaille

Für seine herausragenden Leistungen in der Feststoffverfahrenstechnik wird Prof. Dr. Joachim Werhter mit der Hans-Rumpf-Medaille geehrt. Die deutsche Plattform für chemische Verfahrenstechnik ProcessNet würdigt damit die Forschungsarbeiten Joachim Werthers zu Wirbelschichttechnik; seine Forschungen befassten sich sowohl mit der Simulation und Strömungsmechanik und dem praktischen Einsatz der Wirbelschichttechnik in chemischen Prozessen und bei der Verbrennung von Klärschlamm sowie der Biomasseverbrennung und -vergasung.

Die Hans-Rumpf-Medaille wird mindestens alle drei Jahre für Arbeiten zu Grundlagen der chemischen Verfahrenstechnik und ihrer beispielhaften Anwendung vergeben. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Eröffnungssitzung der ProcessNet-Jahrestagung am 11. September 2012 in Karlsruhe.

Prof. Dr. Joachim Werther, Jahrgang 1942, studierte Maschinenbau/Verfahrenstechnik in Karlsruhe und promovierte 1972 an der Universität Erlangen, wo er sich 1976 auch habilitierte. Nach dreijähriger Industrietätigkeit übernahm er 1980 den Arbeitsbereich Verfahrenstechnik I an der TU Hamburg-Harburg. Auch nach seiner Pensionierung im Jahr 2008 blieb er weiterhin in der Forschung aktiv. Zu seinen zahlreichen Ehrungen zählen der Arnold-Eucken-Preis der VDI-GVC, der International Fluidization Award of Achievement und der Particle Technology Forum Award des AIChE.

 

ProcessNet zeichnet Prof. Dr. Henning Bockhorn mit Gerhard-Damköhler-Medaille aus

ProcessNet verleiht die Gerhard-Damköhler-Medaille für herausragende Leistungen in der Verbrennungstechnik an Prof. Dr. Henning Bockhorn. Die deutsche Plattform für chemische Verfahrenstechnik würdigt damit insbesondere seine Beiträge zur Hochtemperaturforschung. Henning Bockhorn hat sich in seinen Arbeiten intensiv mit den Grundlagen von Verbrennungsvorgängen auseinandergesetzt , um unter anderem ein besseres Verständnis für die Entstehung von Schadstoffen zu erlangen und auf dieser Basis Prozesse für die rußarme Umsetzung von CO2-neutralen Brennstoffen zu entwickeln.

Die Gerhard-Damköhler-Medaille wird mindestens alle drei Jahre für besondere Leistungen bei der Modellentwicklung und der Maßstabsvergrößerung in der chemischen Verfahrenstechnik vergeben. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Eröffnungssitzung der ProcessNet-Jahrestagung am 11. September 2012 in Karlsruhe.

Prof. Dr. Henning Bockhorn, Jahrgang 1944, studierte Chemie in Darmstadt und Berlin. Er promovierte und habilitierte sich an der TU Darmstadt. Nach Stationen in Heidelberg, Cambridge und Kaiserslautern wurde er 1995 Leiter des Instituts für Chemische Technik der Universität Karlsruhe. Seit 1998 leitet er außerdem das DVGW-Forschungsinstitut am heutigen KIT und den Bereich Verbrennungstechnik des Engler-Bunte-Instituts. 1991 erhielt erden DECHEMA-Preis der Max-Buchner-Forschungsstiftung. Sein ehrenamtliches Engagement umfasst diverse Fakultätsämter und Kuratorien angesehener Fachzeitschriften sowie die Mitgliedschaft in mehreren ProcessNet-Gremien.

 

 

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