DECHEMA Virtual Talks: Mobilitätswende durch alternative Antriebe und Kraftstoffe: Optionen, Prioritäten und Risiken

2 - 9 December 2020
Online Event
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1. Talk: 2. Dezember 2020, 15-16h
2. Talk: 9. Dezember 2020, 15-16h

Liegt die Zukunft der Mobilität im Batteriebetrieb, oder gibt es andere – möglicherweise bessere – Alternativen für strombasierte Fahrzeugantriebe? Im Virtual Talk beleuchten Experten, welche Vor- und Nachteile andere Technologien wie E-Fuels oder Brennstoffzellen mitbringen und wie sich grüner Strom nachhaltig für die Mobilität nutzen lässt.

Der Verkehr in Deutschland ist derzeit der Energiesektor mit der schlechtesten Klimabilanz, so dass hier besonderer Handlungsbedarf besteht, um eine erfolgreiche Mobilitätswende zu realisieren.  Aktuell wird der batterie-elektrische Antrieb als Lösung für saubere Mobilität massiv unterstützt. Der Erfolg dieser Technologie für den Klimaschutz hängt allerdings davon ab, dass unser derzeitiger Strommix deutliche grüner wird und dass sich der hohe Energie- und Rohstoffbedarf bei der Herstellung der Batterien verringern lässt.  Hinzu kommt der Aufbau der Ladeinfrastruktur, die Entwicklung von Stromspeichern und die Regelung der Stromlast.


Wegen dieser Defizite fehlt es nicht an Überlegungen zu weiteren Alternativen. Diese sind ebenfalls strombasiert, nutzen aber Wasserstoff als chemischen Zwischenspeicher zum Betrieb einer Brennstoffzelle oder zur Synthese von sogenannten E-Fuels. Ihr Vorteil liegt darin, dass die Energiebereitstellung von der inhärenten Volatilität der Verfügbarkeit grünen Stroms entkoppelt wird. Dem gegenüber steht die größere Anzahl von Umwandlungsschritten, die mit Umwandlungsverlusten verbunden ist.

Gerade die E-Fuels könnten als flüssiger Energieträger in das bestehende Infrastruktursystem integriert werden und bieten die Chance, den Verkehrssektor durch einen steigenden Anteil ‚grünen Benzins / grünen Diesels‘ ohne disruptive Eingriffe kontinuierlich weiter in Richtung Treibhausgasneutralität zu führen. Zuvor steht aber noch eine Vielzahl von Fragen im Raum:
Können E-Fuels in wirtschaftlich relevanten Mengen und zu tragbaren Kosten synthetisiert und angeboten werden? Müssen wir andere Standorte in Südeuropa, Nordafrika oder im Nahen Osten in unser derzeit im Wesentlichen national ausgerichtetes Energiewendekonzept einbeziehen, um regenerative Stromquellen wie Wind und Sonne intensiver und potentiell auch kostengünstiger nutzen zu können? Der Virtual Talk beleuchtet diese Fragen aus verschiedenen Perspektiven, und zwar sowohl technisch als auch im Hinblick auf Infrastrukturen, Wirtschaftlichkeit und internationale Beziehungen.

Programm

 

 

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Die Virtual Talks sind kostenfrei und finden mittwochs von 15:00-16:00h online per Zoom statt.

 

Die Veranstaltung ist vorbereitet durch die Arbeitsausschüsse „Chemie, Luftqualität und Klima“ sowie „Feinstäube“ von DECHEMA, VGI-GVC, GDCh, DBG und VDI/KRdL
(Verantwortliche: Prof. Dr. H. Herrmann, Leipzig; Prof. Dr. P. Wiesen, Wuppertal und Prof. Dr. R. Zellner, Essen)

 

 

 

 

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