Satzung der DECHEMA

 

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DECHEMA
Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

 

§ 1

Name, Sitz und Geschäftsjahr

 

(1) Der Verein führt den Namen:

"DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V."

mit der Kurzbezeichnung "DECHEMA" und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts

Frankfurt am Main eingetragen. Der Verein wird im folgenden Gesellschaft genannt.

(2) Die Gesellschaft verwendet als geschütztes Logo ein Zahnrad in Verbindung mit einem

Erlenmeyer-Kolben und dem Schriftzug "DECHEMA".

(3) Der Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main.

(4) Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

(5) Die Dauer des Bestehens der Gesellschaft ist nicht begrenzt.

 

§ 2

Ziele und Aufgaben

 

(1) Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im

Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

(2) Zweck der Gesellschaft ist

 

1. die Förderung von Wissenschaft und Forschung.

 

Die Gesellschaft verfolgt zum Nutzen der Allgemeinheit - über den Kreis ihrer

Mitglieder* hinaus - den Zweck, die Chemische Technik einschließlich der

Anlagen- und Apparatetechnik, die Biotechnologie, die Umwelttechnik und

deren wissenschaftliche und technische Grundlagen umfassend zu fördern und

dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt auf diesen Gebieten zu dienen.

Die Gesellschaft wirkt als unabhängige wissenschaftlich-technische

Gesellschaft zum Wohle von Wissenschaft, Wirtschaft und Staat.

 

2. die Förderung der Aus- und Fortbildung auf den unter (2) 1. genannten Gebieten

 

(3) Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch

 

1. im Bereich der Förderung von Wissenschaft und Forschung:

 

a) Pflege und Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit von

Naturwissenschaftlern und Ingenieuren aus Wissenschaft, Technik und

Staat

b) Unterstützung der Forschung und Verbreitung wissenschaftlicher

Fortschritte und praktischer Erfahrungen auf den genannten

Gebieten sowie den Austausch wissenschaftlicher und technischer

Erfahrungen

c) Durchführung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben

d) Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung

e) Bewilligung von Geldern zur Lösung wissenschaftlicher und technischer

Aufgaben

f) Übernahme konzeptioneller, koordinierender und administrativer

Aufgaben der Forschungsförderung, auch im Auftrag Dritter, soweit

diese gemeinnützig sind oder dem öffentlich-rechtlichen Bereich

angehören

 

2. im Bereich der Aus- und Fortbildung:

 

a) Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses

b) Förderung und Unterstützung von Lehre und Ausbildung innerhalb

und außerhalb der Hochschulen

c) Durchführung von oder Mitwirkung an Veranstaltungen zur beruflichen

Fort- und Weiterbildung

d) Bewilligung von Geldern für Stipendien

 

3. darüber hinaus in beiden genannten Bereichen:

 

a) Durchführung zweckdienlicher Veranstaltungen, insbesondere von

Kongressen, Fachtagungen, Symposien, Seminaren, Vortrags-

veranstaltungen und Ausstellungen

b) Herausgabe von Zeitschriften der Gesellschaft und anderen

Publikationen - unter Einschluss aller Informationsmedien - oder

Mitwirkung an deren Herausgabe durch Dritte

c) Auszeichnung hervorragender Leistungen bedeutender Fachleute und

des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses auf den Arbeitsgebieten

der Gesellschaft

d) Zuwendung von Mitteln an andere, ebenfalls gemeinnützige Körper-

schaften oder Körperschaften des öffentlichen Rechts zur Verwendung

zu gemeinnützigen Zwecken, die dem Zweck der Gesellschaft gleich

oder ähnlich sind

e) Treuhänderische Verwaltung selbständiger und unselbständiger

Stiftungen, deren Zwecke auch der Wahrnehmung der satzungs-

gemäßen Aufgaben der Gesellschaft dienen

f) Entwicklung, Bereitstellung und Verbreitung von Informationssystemen

und Datenbanken allein oder in Zusammenarbeit mit Dritten

g) Wahrnehmung der Geschäftsführung für andere gemeinnützige

wissenschaftlich-technische Gesellschaften, soweit diese die

satzungsgemäßen Aufgaben und Ziele der Gesellschaft

unterstützen oder sinnvoll ergänzen

h) Förderung der Anerkennung und des Bekanntheitsgrades der von der

Gesellschaft vertretenen Fachgebiete durch Information von Politik,

staatlichen Institutionen und Medien

i) Beratung von Politik und staatlichen Organen und Erarbeitung von

Stellungnahmen zu Themen auf den Arbeitsgebieten der Gesellschaft im

Sinne ihrer Ziele und Aufgaben

k) Pflege der nationalen und internationalen Beziehungen und

Zusammenabeit.

 

§ 3

Mittel und Gemeinnützigkeit

 

(1) Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche

Zwecke.

(2) Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft.

(3) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind,

oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(4) Die Gesellschaft entfaltet keinerlei parteipolitische Tätigkeit.

 

§ 4

Mitgliedschaft

 

(1) Mitglied der Gesellschaft können natürliche Personen (z.B. aus Forschung, Lehre,

Industrie und Behörden), Personenvereinigungen und juristische Personen des

privaten und öffentlichen Rechts (Unternehmen, Vereine, Verbände, Institute,

Behörden usw.) aus dem In- und Ausland sein, die an den Zielen und Aufgaben der

Gesellschaft interessiert sind und bei deren Verwirklichung mitwirken wollen.

Die Mitgliedschaft ist freiwillig.

(2) Die Gesellschaft hat persönliche und fördernde Mitglieder.

(3) Als persönliche Mitglieder gelten: ordentliche Mitglieder, studentische Mitglieder und

Ehrenmitglieder.

(4) Als ordentliche Mitglieder der Gesellschaft können Personen aufgenommen werden,

die das Studium oder die Berufsausbildung bereits abgeschlossen haben.

(5) Als studentische Mitglieder können Personen aufgenommen werden, die das Studium

oder die Berufsausbildung noch nicht abgeschlossen haben. Die studentische

Mitgliedschaft geht automatisch in eine ordentliche Mitgliedschaft über, wenn die

Voraussetzungen für eine studentische Mitgliedschaft nicht mehr gegeben sind.

(6) Zu Ehrenmitgliedern kann der Vorstand hervorragende Förderer der Arbeitsgebiete der

Gesellschaft ernennen. Die Ernannten brauchen nicht Mitglieder der Gesellschaft zu

sein. Die Ehrenmitglieder haben alle Rechte der ordentlichen Mitglieder ohne deren

Pflichten.

(7) Fördernde Mitglieder der Gesellschaft können Personenvereinigungen und juristische

Personen des privaten und öffentlichen Rechts werden. Jedes fördernde Mitglied hat

eine ihm angehörende natürliche Person als seinen Vertreter zu benennen, die

gleichzeitig als ordentliches Mitglied geführt wird.

 

§ 5

Anträge auf Mitgliedschaft

 

(1) Die Anträge zur Aufnahme als Mitglied sind schriftlich an die Geschäftsstelle der

Gesellschaft zu richten.

(2) Der Antrag wird den Mitgliedern zur Kenntnis gebracht. Innerhalb von vier Wochen

danach kann Einspruch gegen die Aufnahme erhoben werden; in diesem Fall

entscheidet der Vorstand.

(3) Die Aufnahme wird dem Mitglied von der Geschäftsstelle mitgeteilt. Die Mitgliedschaft

beginnt mit der Zahlung des ersten Jahresbeitrages.

 

§ 6

Rechte der Mitglieder

 

(1) Alle Mitglieder der Gesellschaft haben die gleichen Rechte. Keine natürliche oder

juristische Person hat Anspruch auf irgendwelche Vorrechte.

(2) Alle Mitglieder erhalten jährlich den Tätigkeitsbericht und regelmäßige Informationen

über die Aktivitäten der Gesellschaft.

(3) Die Mitglieder haben das Recht auf Auskünfte seitens der Gesellschaft in allen

Angelegenheiten der wissenschaftlich-technischen Arbeit auf den Tätigkeitsgebieten

der Gesellschaft, soweit dies nicht durch gesetzliche Vorschriften eingeschränkt wird.

Für umfassendere Informationen und Leistungen kann die Gesellschaft Gebühren

festsetzen.

(4) Alle Mitglieder sind berechtigt, an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen.

(5) Alle Mitglieder besitzen das Wahlrecht.

(6) Alle Mitglieder sind berechtigt, der Mitgliederversammlung Anträge zu unterbreiten.

Diese Anträge müssen der Geschäftsstelle spätestens 8 Wochen vor einer

Mitgliederversammlung vorliegen.

 

§ 7

Pflichten der Mitglieder

 

(1) Die Mitglieder sind gehalten, die Gesellschaft bei der Erfüllung ihrer Aufgaben aktiv zu

unterstützen.

(2) Die Mitglieder sind an die Regelungen der Satzung und die Beschlüsse der Organe der

Gesellschaft gebunden.

(3) Durch Unterstützung der Geschäftsstelle bei der Registrierung ihrer spezifischen

Interessen sind die Mitglieder gehalten, zur Kosteneffizienz der Informationsverbreitung

beizutragen.

 

§ 8

Mitgliedsbeiträge

 

(1) Die Mitgliedsbeiträge werden jährlich jeweils für das kommende Geschäftsjahr auf

Empfehlung des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung festgelegt und sind nach

Eingang der Beitragsrechnung bis zum 31. März zu zahlen. Mit der Beitragsrechnung

erhält jedes Mitglied eine Mitgliedskarte für das laufende Jahr.

(2) Erfolgt der Eintritt eines Mitgliedes im Laufe eines Geschäftsjahres, so ist der Beitrag

für das laufende Geschäftsjahr voll zu entrichten.

(3) Der Beitrag ist pünktlich und gebührenfrei an die Geschäftsstelle zu entrichten. Die mit

einem Erinnerungsschreiben verbundenen Kosten gehen zu Lasten des Mitglieds.

(4) Die Ehrenmitglieder (§ 4, (6)) sind von der Beitragspflicht befreit.

 

§ 9

Beendigung der Mitgliedschaft

 

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Austritt, Verweigerung der Beitragszahlung,

Ausschluss oder Tod, bzw. durch Verlust der Rechtsfähigkeit oder Auflösung einer

juristischen Person.

(2) Ein Mitglied kann zum Ende eines Geschäftsjahres aus der Gesellschaft austreten,

wenn die schriftliche Kündigung der Mitgliedschaft mindestens 2 Monate vorher bei der

Geschäftsstelle eingegangen ist.

(3) Die Mitgliedschaft endet, wenn trotz eines Erinnerungsschreibens und nach schriftlicher

Ankündigung des Ausschlusses der Jahresbeitrag nicht gezahlt wird.

(4) Ein Mitglied kann durch den Vorstand wegen grober Verletzung der Satzung oder wenn

es eine ehrenrührige oder strafbare Handlung begangen hat oder wenn über das

Vermögen einer juristischen Person die Insolvenz eröffnet worden ist, ausgeschlossen

werden. Dem auszuschließenden Mitglied muss Gelegenheit gegeben werden, sich vor

der Beschlussfassung dem Vorstand gegenüber zu äußern. Die Aufforderung hierzu

sowie der Ausschließungsbeschluss sind dem Mitglied durch eingeschriebenen Brief

mitzuteilen.

(5) Der freiwillige Austritt oder der Ausschluss aus der Gesellschaft hebt die Verpflichtung

zur Zahlung fälliger Mitgliedsbeiträge nicht auf und gewährt keinerlei Ansprüche auf

Erstattung gezahlter Beiträge.

 

§ 10

Organe der Gesellschaft

 

(1) Die Angelegenheiten der Gesellschaft besorgen:

 

a) die Mitgliederversammlung,

b) der Vorstand,

c) der Vorsitzende,

d) die Ausschüsse des Vorstandes,

e) die Fachgremien,

f) die Geschäftsführung.

 

(2) Alle Personen, die Ämter der unter 1b)-e) genannten Organe bekleiden, sind

ehrenamtlich tätig. Ausgaben, die ihnen mit der Ausübung des Amtes erwachsen,

können von der Gesellschaft erstattet werden.

 

§ 11

Mitgliederversammlung

 

(1) Alljährlich findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Die Einladung hat

mindestens 6 Wochen vorher schriftlich durch die Geschäftsstelle unter Angabe von

Ort und Tag der ordentlichen Mitgliederversammlung und Mitteilung der Tagesordnung

und der gestellten Anträge (§ 6 (6), § 11 (8), (9), (10) und (12)) zu erfolgen.

(2) Die Zuständigkeit der ordentlichen Mitgliederversammlung umfasst insbesondere

folgende Punkte:

 

a) Entgegennahme des Jahresberichtes und der Jahresrechnung über das

abgelaufene Geschäftsjahr,

b) Beschlussfassung über Jahresbericht und Jahresrechnung mit Erteilung der

Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung,

c) Wahl zweier Rechnungsprüfer,

d) Beschlussfassung über den Haushaltsplan für das kommende Jahr,

e) Festsetzung des Jahresbeitrages,

f) Beschlussfassung über außerordentliche Ausgaben,

g) Vorstandswahl,

h) Beschlussfassung über die vom Vorstand oder den Mitgliedern eingebrachten

Anträge.

 

Über diese Punkte ist auf jeder ordentlichen Mitgliederversammlung zu beschließen.

(3) Jedes Mitglied ist berechtigt, sich in der Mitgliederversammlung durch ein anderes

Mitglied vertreten zu lassen und dieses zur Stimmabgabe zu bevollmächtigen. Die

schriftliche Vollmacht muss spätestens zwei Tage vor der Mitgliederversammlung bei

der Geschäftsstelle eingegangen sein.

(4) Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Stimmenmehrheit der

erschienenen Mitglieder gefasst, soweit die Satzung nicht etwas anderes bestimmt. Bei

Stimmengleichheit ist ein Antrag abgelehnt.

(5) Das Protokoll über die ordentliche Mitgliederversammlung ist vom Protokollführer sowie

vom Vorsitzenden oder einem seiner Stellvertreter (vgl. § 12, (9)) und einem weiteren

Mitglied der Gesellschaft, das teilgenommen hat, zu unterzeichnen und im Archiv der

Gesellschaft zu verwahren.

(6) Außerordentliche Mitgliederversammlungen können vom Vorsitzenden jederzeit

einberufen werden, wenn es die Interessen der Gesellschaft erfordern.

(7) Die schriftliche Ankündigung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung muss

unter Angabe der Tagesordnung mindestens 4 Wochen vor dem Versammlungstermin

erfolgen.

(8) Auf schriftlichen Antrag eines Fünftels der zum 1. Januar des laufenden Jahres

vorhandenen Mitglieder ist der Vorsitzende innerhalb von sechs Wochen nach Eingang

dieses Antrags verpflichtet, eine außerordentliche Mitgliederversammlung

einzuberufen. Jedoch muss der Antrag eine begründete Darstellung der beantragten

Beratungsgegenstände enthalten.

(9) Soweit Anträge auf Änderung der Satzung nicht vom Vorstand ausgehen, müssen sie

von mindestens einem Fünftel der zum 1. Januar des laufenden Jahres vorhandenen

Mitglieder durch Unterschriften unterstützt und mit schriftlicher Begründung beim

Vorsitzenden eingereicht werden.

(10) Werden die Anträge auf Satzungsänderung vom Vorstand eingebracht, so beschließt

die Versammlung - sei es eine ordentliche oder eine außerordentliche

Mitgliederversammlung - mit einer Mehrheit von drei Vierteln der in der Versammlung

anwesenden Mitglieder.

(11) Beschlüsse über Anträge auf Satzungsänderung von Mitgliedern gemäß (9) bedürfen

der Beschlussfassung nicht nur in der ordentlichen Mitgliederversammlung, sondern

auch in einer vom Vorsitzenden anzuberaumenden außerordentlichen

Mitgliederversammlung, die in der vorgeschriebenen Form unter Angabe der

Tagesordnung einzuberufen ist. Zwischen den Terminen beider Versammlungen muss

eine Frist von mindestens drei Monaten liegen. Die außerordentliche

Mitgliederversammlung findet jedoch nur dann statt, wenn in der ordentlichen

Mitgliederversammlung der Antrag von einer Mehrheit von drei Vierteln der in der

Versammlung anwesenden Mitglieder angenommen worden ist. Anderenfalls gilt der

Antrag als abgelehnt. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung bedarf der

Antrag zur Annahme wiederum einer Mehrheit von drei Vierteln der in der

Versammlung anwesenden Mitglieder.

(12) Anträge, die nicht durch die satzungsgemäß angekündigte Tagesordnung rechtzeitig

bekanntgegeben sind, können nur dann zur Beratung und Beschlussfassung kommen,

wenn sie mit Genehmigung des Vorstandes eingebracht werden und die Versammlung

vor Eintritt in die Tagesordnung ihre Dringlichkeit mit einfacher Mehrheit anerkennt.

Solche Anträge dürfen nicht Änderungen der Satzung oder die Auflösung der

Gesellschaft betreffen.

 

§ 12

Vorstand

 

(1) Der Vorstand besteht aus mindestens neun Personen.

(2) Der Vorsitzende und der Schatzmeister gelten als Vorstand im Sinne des § 26 BGB.

Jeder ist allein vertretungsberechtigt.

(3) Soweit als möglich soll ein Drittel der zu wählenden Mitglieder aus der Wissenschaft,

ein Drittel aus der Apparate herstellenden Industrie und ein Drittel aus der Apparate

einsetzenden Industrie gewählt werden, unter Berücksichtigung der auf diesen

Gebieten arbeitenden Organisationen. Dabei sollen im Vorstand die für die Ziele und

Aufgaben der Gesellschaft wichtigen Berufsbilder durch aktiv im Berufsleben stehende

Persönlichkeiten angemessen vertreten sein.

(4) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung gewählt. Wird von einem Mitglied

geheime Wahl beantragt, so ist diesem Antrag zu entsprechen. Als gewählt gelten

diejenigen, welche die meisten Stimmen erhalten haben. Bei Stimmengleichheit hat

eine Stichwahl zu erfolgen.

(5) Die Amtsdauer der gewählten Vorstandsmitglieder beträgt drei Jahre. Sie beginnt mit

dem 1. Januar des auf die Wahl folgenden Geschäftsjahres. Wiederwahl ist zulässig,

jedoch scheidet alljährlich ohne Rücksicht auf die bisherige Amtszeit in der laufenden

Wahlperiode grundsätzlich je ein Vorstandsmitglied - in der Regel das dienstälteste -

aus den drei Sparten Wissenschaft, Apparate herstellende Industrie und Apparate

einsetzende Industrie aus. Die Wiederwahl eines aufgrund der vorstehenden

Bestimmung ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes ist nach Ablauf eines

Kalenderjahres seit Ende der Amtszeit zulässig, sofern es im aktiven Berufsleben steht.

(6) Die Vorstandsmitglieder bleiben - falls Neuwahlen nicht rechtzeitig zustande kommen

oder angenommen werden - bis zum Antritt der Nachfolger im Amt.

(7) Der Vorsitzende ist nach Beendigung seiner Amtszeit für drei weitere Jahre Mitglied

des Vorstandes.

(8) Der Vorstand sorgt für die Ausführung der Entscheidungen der Mitgliederversammlung

und unterbreitet ihr geeignete Vorschläge zur Förderung der Ziele und Zwecke der

Gesellschaft.

(9) Der Vorstand wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden. Weiterhin wählt der Vorstand

aus seiner Mitte den Schatzmeister und bis zu drei stellvertretende Vorsitzende. Der

Vorsitzende, der Schatzmeister und die Stellvertreter sind für eine Amtsdauer von drei

Jahren gewählt. Sie unterliegen jedoch nicht den Bestimmungen des § 12 (5) bezüglich

des Ausscheidens der dienstältesten Mitglieder.

(10) Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

(11) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend

ist. Er beschließt mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des

Vorsitzenden den Ausschlag.

(12) In dringenden Fällen können Beschlüsse des Vorstandes auch ohne Sitzung auf

schriftlichem oder elektronischem Wege (z.B. per Fax oder E-Mail) oder anlässlich von

Telefonkonferenzen herbeigeführt werden, wenn außer dem Vorsitzenden noch ein

zweites Vorstandsmitglied damit einverstanden ist. In diesen Fällen werden Beschlüsse

mit einfacher Mehrheit der Vorstandsmitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die

Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Für die Protokollierung gilt (14)

entsprechend.

(13) Die von der Mitgliederversammlung (§11 (2) c) für das jeweils folgende Geschäftsjahr

gewählten Rechnungsprüfer nehmen an den Sitzungen des Vorstandes als Gäste teil.

Sie dürfen nicht Angestellte der Gesellschaft sein.

(14) Über jede Vorstandssitzung ist ein Protokoll anzufertigen. Dieses ist vom Vorsitzenden,

dem Geschäftsführer und dem Protokollführer zu unterschreiben und im Archiv der

Gesellschaft aufzubewahren. Jedem Vorstandsmitglied ist ein Exemplar des Protokolls

zuzustellen.

 

§ 13

Vorsitzender

 

(1) Dem Vorsitzenden obliegt die Erledigung aller Angelegenheiten, soweit sie nicht der

Beschlussfassung der ordentlichen Mitgliederversammlung vorbehalten sind. Mit der

Erledigung bestimmter Aufgaben kann er eines oder mehrere Mitglieder des

Vorstandes verantwortlich betrauen. Insbesondere überwacht er die Geschäftsführung

der Gesellschaft, leitet die Mitgliederversammlungen, die Sitzungen des Vorstandes

und setzt die Tagesordnungen fest.

(2) Der Vorsitzende beruft die Mitglieder der vom Vorstand eingesetzten Ausschüsse und

ernennt die Ausschussvorsitzenden.

(3) Der Vorsitzende kann als stimmberechtigtes Mitglied an allen Sitzungen der

Ausschüsse teilnehmen.

 

§ 14

Ausschüsse des Vorstands

 

(1) Der Vorstand ist berechtigt, aus dem Kreis der Mitglieder und ausnahmsweise auch

unter Zuziehung von Nichtmitgliedern für die Lösung der verschiedenen Aufgaben der

Gesellschaft Ausschüsse zu bilden.

(2) Die Arbeit in den Ausschüssen ist vertraulich. Die Einzelheiten ihrer Arbeitsweise

können in einer Geschäftsordnung geregelt werden, die der Genehmigung durch den

Vorstand der Gesellschaft bedarf.

(3) Der Vorstand überwacht die Arbeiten der Ausschüsse und fordert von Zeit zu Zeit

Arbeitsberichte von ihnen an.

(4) Über die Durchführung der Aufgaben, die den Ausschüssen übertragen worden sind,

sind dem Vorstand schriftliche Berichte vorzulegen, der sie der nächsten

Mitgliederversammlung zur Kenntnis bringen kann.

(5) Bei Abstimmung in den Ausschüssen entscheidet die einfache Stimmenmehrheit. Bei

Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Ausschussvorsitzenden.

 

§ 15

Fachgremien

 

(1) Zur Pflege und Förderung fachspezifischer Teilgebiete können die Mitglieder

Fachgremien bilden. Hierzu zählen Fachgruppen, Arbeitsausschüsse und

Arbeitskreise.

(2) Die Fachgremien können sich in übergeordneten Fachgemeinschaften organisieren.

(3) Die Mitgliedschaft in den Fachgruppen steht allen interessierten Mitgliedern der

Gesellschaft offen. In begründeten Ausnahmefällen - z.B. bei Zusammenarbeit mit

anderen Gesellschaften - kann der Vorstand der Gesellschaft auf Antrag der

Fachgremien beschließen, in den Fachgremien auch Fachkollegen zuzulassen, die

nicht Mitglied der Gesellschaft sind.

(4) Weitere Einzelheiten der Arbeitsweise und Organisation der Fachgremien werden in

einer Geschäftsordnung geregelt, die der Genehmigung durch den Vorstand der

Gesellschaft bedarf.

 

§ 16

Geschäftsführung

 

(1) Zur Verwaltung der Gesellschaft unterhält diese eine Geschäftsstelle, die von einem

Geschäftsführer geleitet wird, der vom Vorstand der Gesellschaft berufen wird oder -

unbeschadet der ihm vertraglich zustehenden Rechte - abberufen werden kann und mit

dem der Vorsitzende der Gesellschaft einen Dienstvertrag abschließt.

(2) Der Vorstand der Gesellschaft kann weitere Geschäftsführer oder stellvertretende

Geschäftsführer berufen.

(3) Die Geschäftsführung leitet die Geschäftsstelle nach einer vom Vorsitzenden und dem

Schatzmeister der Gesellschaft erlassenen Geschäftsordnung. Der/die Geschäftsführer

stellen die Angestellten der Geschäftsstelle ein, soweit sie dazu im Rahmen des Haus-

haltsplanes und der Geschäftsordnung ermächtigt sind, oder können sie - unter Beach-

tung des geltenden Arbeitsrechtes - entlassen. Sie vertreten die Gesellschaft gerichtlich

und außergerichtlich in allen Angelegenheiten der laufenden Geschäfte als besondere

Vertreter im Sinne des § 30 BGB.

(4) Der Vorstand der Gesellschaft kann durch Beschluss einen oder mehrere der

Geschäftsführer von den Beschränkungen des § 181 BGB befreien.

(5) Die Geschäftsführung ist dem Vorstand und der Mitgliederversammlung gegenüber

verantwortlich.

 

§ 17

Auflösung der Gesellschaft

 

(1) Anträge auf Auflösung der Gesellschaft sind in einer ordentlichen oder

außerordentlichen Mitgliederversammlung zu behandeln. Sie bedürfen einer Mehrheit

von drei Vierteln der in der Versammlung anwesenden Mitglieder. Es bedarf stets einer

zweiten Mitgliederversammlung.

(2) Soweit Anträge auf Auflösung der Gesellschaft nicht vom Vorstand ausgehen, müssen

sie von mindestens einem Fünftel der zum 1. Januar des laufenden Jahres

vorhandenen Mitglieder durch Unterschriften unterstützt und mit schriftlicher

Begründung beim Vorsitzenden des Vorstandes eingereicht werden.

(3) Bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter

Zwecke fällt das Vermögen der Gesellschaft an die Max-Buchner-Forschungsstiftung,

Frankfurt am Main, oder sofern diese nicht mehr besteht oder nicht mehr als

gemeinnützig anerkannt ist, an die GDCh - Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.,

Frankfurt am Main. Falls diese nicht mehr besteht oder nicht mehr als gemeinnützig

anerkannt ist, fällt das Vermögen an die Johann-Wolfgang-Goethe-Stiftungsuniversität

in Frankfurt am Main, in jedem Falle mit der Auflage, das Vermögen ausschließlich und

unmittelbar auch weiterhin für gemeinnützige Zwecke, die dem bisherigen

Vereinszweck möglichst nahestehen, zu verwenden.

 

§ 18

Übergangsbestimmungen

 

(1) Diese Satzung tritt mit erfolgter Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht

Frankfurt am Main in Kraft. Sie ersetzt die bisherige Satzung der Gesellschaft in ihrer

Fassung vom 26. November 1999.

(2) Der Vorsitzende ist berechtigt, formale Änderungen der Satzung, wie sie z.B. im Zuge

der Eintragung in das Vereinsregister oder auf Verlangen des Finanzamtes

möglicherweise erforderlich werden, durchzuführen. Über diese Änderungen berichtet

der Vorsitzende in der nächsten Mitgliederversammlung.

(3) Erfüllungsort für alle aus der Satzung sich ergebenden Rechtsgeschäfte ist Frankfurt

am Main.

 

Frankfurt am Main, 25. November 2011

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