studierte Biochemie (B.Sc. und M.Sc.) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 2019 promovierte sie am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle unter Leitung von Prof. Alain Tissier. Dabei beschäftigte sie sich mit der Biosynthese von pflanzlichen Diterpenen aus der Familie der Lippenblütengewächse und deren Rekonstruktion in Hefe. In einer kurzen Postdoc-Phase bis 2021 machte Ulschan erste Schritte im Bereich der Synthetischen Biologie, in dem sie kombinatorische Biosynthese von Diterpenen in Hefe durchführte. Mit Unterstützung eines Walter-Benjamin-Stipendiums der DFG forschte sie als Postdoc bis 2024 an der Universität Florida in den USA. In der Gruppe von Andrew D. Hanson erlernte sie gerichtete Evolution und legte damit die Grundlagen ihrer jetzigen Forschung. Seit 2025 ist Ulschan Arbeitsgruppenleiterin an der Technischen Universität München. Die Arbeitsgruppe wird vom Elitenetzwerk Bayern gefördert und nutzt metabolic engineering und gerichtete Evolution in Hefe, um Pflanzenproteine zu verbessern. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung des Kohlenstoffhaushaltes der Nutzpflanzen, z.B. durch alternative Kohlenstofffixierung und die Senkung von Respirationsraten. Weitere Forschungsprojekte beschäftigen sich mit der Optimierung von Protein-Reparaturmechanismen und der Verbesserung von Pathogenantworten in Pflanzen.
