Akustische Verfahren zur Charakterisierung von Klebverbindungen (ACTIVE)

21175 N

Forschungsstelle 1: Universität Stuttgart
Institut für Kunststofftechnik
Pfaffenwaldring 32
70569 Stuttgart 
Projektleiter 1: Sebastian Joas M. Sc. 
Forschungsstelle 2: Technische Universität Braunschweig
Institut für Füge- und Schweißtechnik
Langer Kamp 8
38106 Braunschweig
Projektleiter 2: Dipl.-Chem. Elisabeth Stammen 
Laufzeit: 01.11.2020 - 31.10.2022

Bei den Herstellungsprozessen geklebter Bauteile sind trotz in der Regel vorhandener Maßnahmen zur Qualitätssicherung Imperfektionen denkbar, die den Verbund beeinflussen und beispielsweise zu sogenannten kissing bonds führen können. Sie werden  durch Kontaminationen der Substratoberfläche (Prozesschemikalien, Umwelt), Chemikalien im Prozess (Beizbäder u. a.) oder auch durch Fehlstellen aus dem Applikationsprozess verursacht. Während des Betriebs beeinflussen externe Faktoren wie Feuchtigkeit und Temperatur die Alterung der Klebstoffe und Bauteilverbunde. Obwohl es diverse Ansätze für die zerstörungsfreie Prüfung von Klebverbindungen gibt, existiert bislang kein etabliertes Prüfverfahren für eine umfassende Charakterisierung der Qualität von Klebverbindungen oder für die Detektion von lokal variierenden Adhäsionsbedingungen. Ein solches Prüfverfahren würde das Vertrauen in die Klebtechnik, besonders bei sicherheitsrelevanten Klebungen, deutlich steigern. In diesem Forschungsvorhaben sollen zwei akustische Verfahren zur zerstörungsfreien Prüfung untersucht, weiterentwickelt und für die Prüfung von Klebverbindung von der Herstellung bis zum „end-of-life“ validiert werden. Es soll eine Systematik für die zerstörungsfreie Charakterisierung von Klebverbindungen entwickelt und eine Plattform für weitere Richtlinien und normungsrelevante Aktivitäten im Bereich der Qualitätssicherung in der Fertigung und im Produktleben etabliert werden. Mit den Ergebnissen des Projektes können die überwiegend mittelständisch geprägten Gerätehersteller für zerstörungsfreie Prüfverfahren ohne hohe Investitionen ihr Produktportfolio erweitern und ein System für bislang nicht gelöste Prüfaufgaben anbieten. Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit dieser KMU auch im internationalen Geschäftsumfeld.

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BMWk-Logo Das IGF-Vorhaben Nr. 21175 N der Forschungsvereinigung DECHEMA, Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
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