Möglichkeiten und Grenzen der Reaktionsgeschwindigkeit-Regelung nach Arrhenius bei der Schnellalterung von Haftklebstoffen

20104 N

Forschungsstelle 1: Fraunhofer-Gesellschaft e.V.
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik
und Angewandte Materialforschung
IFAM
Wiener Straße 12
28359 Bremen 
Projektleiter 1: Dr. Kerstin Albinsky 
Laufzeit: 01.06.2019 - 31.05.2021

Für die Qualität von Materialien spielt das Alterungsverhalten eine große Rolle. Es gibt eine Vielzahl von künstlichen Alterungsvorschriften, die aber kaum mit der realen Alterung korrelieren. Am Beispiel von Haftklebstoffen soll eine Methodik entwickelt werden, mit der der Alterungsprozess verlangsamt und ein besserer Bezug zur Alterung unter Anwendungsbedingungen erreicht wird. Um den Beschleunigungsfaktor der Alterung zu ermitteln, wird der Arrhenius-Ansatz verwendet. Dabei werden Proben unter verschiedenen Bedingungen bei Temperaturen der realen Anwendungen bis oberhalb der gewählten Schnellbewitterungsprüfung gealtert. Die Alterungsreaktionen werden in unterschiedlichen Zeitintervallen analysiert. Zeitgleich erfolgt die klebtechnische Prüfung entsprechend der ausgewählten Bewitterungsprüfung. Aus der Korrelation dieser Ergebnisse werden die Bedingungen ermittelt, bis zu denen gealtert werden darf und es wird geprüft, in welcher Weise die Bewitterungsprüfung weiter verschärft werden kann. Die Erkenntnisse zu den Alterungsmechanismen können von Haftklebstoff- und Haftklebebänder-Herstellern sowie Konfektionierern und Anwendern zur Verbesserung der Langzeitbeständigkeit genutzt werden. Begleitend zu den Prüfungen wird eine vereinfachte Messmethodik für KMU erarbeitet, mit der eine Alterung in einem frühen Stadium erkannt werden kann. Durch die stärker wissensbasierte und verkürzte Alterungsprüfung und das vereinfachte entwicklungsbegleitende Prüfverfahren können Entwicklungszeiten und -kosten gesenkt und realitätsnahe Alterungsprüfungen durchgeführt werden.

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BMWi-Logo Das IGF-Vorhaben Nr. 20104 N der Forschungsvereinigung DECHEMA, Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
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