Grundlegende Untersuchungen zur Zerkleinerung von faserverstärkten thermoplastischen Kunststoffen im Hinblick auf die verfahrenstechnische Prozessauslegung unter Berücksichtigung von entstehenden gesundheitsgefährdenden Staubbelastungen

20746 N

Forschungsstelle 1: Universität Paderborn
Kunststofftechnik Paderborn (KTP)
Lehrstuhl für Kunststofftechnologie
Warburger Straße 100
33098 Paderborn 
Projektleiter 1: Prof. Dr.-Ing. Elmar Moritzer 
Forschungsstelle 2: Ruhr-Universität Bochum
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin
der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum 
Projektleiter 2: Prof. Dr. med. Jürgen Bünger 
Laufzeit: 01.10.2019 - 30.09.2021

Zur Realisierung von Recyclingstrategien für faserverstärkte thermoplastische Kunststoffe (FVK) ist eine Zerkleinerung der Werkstoffe unumgänglich. Dabei treten große Mengen alveolengängigen Stäuben auf, die beim Einatmen in die Lunge gelangen können. Sie müssen im Sinne des Arbeitsschutzes berücksichtigt werden. Obwohl die Thematik aufgrund der aktuellen gesetzlichen Recyclingvorschriften eine große Bedeutung hat, ist der Wissensstand in diesen Bereichen sehr begrenzt. In dem hier beschriebenen Projekt sollen deshalb grundlegende Untersuchungen zur Zerkleinerung von FVK durchgeführt werden. Der Fokus liegt neben der optimalen Prozessführung für eine gute Mahlgutqualität auch auf  dem Arbeitsschutz. Es wird erfasst, welche Menge an alveolengängien Stäuben während der Zerkleinerung entsteht. Um darüber hinaus eine Aussage über die Relevanz der Stäube für den Arbeitsschutz treffen zu können, werden diese näher auf ihre stoffliche Zusammensetzung und den Entzündungseffekt untersucht. Durch den Vergleich der Stärke des Entzündungseffektes mit den Ergebnissen bekannter und auch im Menschen und im Tierexperiment ausführlich untersuchten Fasern (z. B. Asbest) lassen sich Bewertungen hinsichtlich der Gefährdung der Beschäftigten am Arbeitsplatz bei Exposition mit diesen Stäuben vornehmen. Potenziell können die Forschungsergebnisse von KMUs genutzt werden, die im Bereich der Zerkleinerungstechnik und der Rezyklierung von hochwertigen faserverstärkten Kunststoffen arbeiten. Das Wissen über mögliche Risiken bei der Verarbeitung von faserverstärkten Kunststoffen dient zur Auslegung präventiver Arbeitsschutzmaßnahmen, die sowohl vom Anlagenhersteller wie auch vom verarbeitenden Unternehmen zu treffen sind. Insgesamt wird durch die Aufklärung auch die Bereitschaft der KMUs zum Recycling von FVK erhöht.

Zur Realisierung von Recyclingstrategien für faserverstärkte thermoplastische Kunststoffe (FVK) ist eine Zerkleinerung der Werkstoffe unumgänglich. Dabei treten große Mengen alveolengängigen Stäuben auf, die beim Einatmen in die Lunge gelangen können. Sie müssen im Sinne des Arbeitsschutzes berücksichtigt werden. Obwohl die Thematik aufgrund der aktuellen gesetzlichen Recyclingvorschriften eine große Bedeutung hat, ist der Wissensstand in diesen Bereichen sehr begrenzt. In dem hier beschriebenen Projekt sollen deshalb grundlegende Untersuchungen zur Zerkleinerung von FVK durchgeführt werden. Der Fokus liegt neben der optimalen Prozessführung für eine gute Mahlgutqualität auch auf  dem Arbeitsschutz. Es wird erfasst, welche Menge an alveolengängigen Stäuben während der Zerkleinerung entsteht. Um darüber hinaus eine Aussage über die Relevanz der Stäube für den Arbeitsschutz treffen zu können, werden diese näher auf ihre stoffliche Zusammensetzung und den Entzündungseffekt untersucht. Durch den Vergleich der Stärke des Entzündungseffektes mit den Ergebnissen bekannter und auch im Menschen und im Tierexperiment ausführlich untersuchten Fasern (z. B. Asbest) lassen sich Bewertungen hinsichtlich der Gefährdung der Beschäftigten am Arbeitsplatz bei Exposition mit diesen Stäuben vornehmen. Potenziell können die Forschungsergebnisse von KMUs genutzt werden, die im Bereich der Zerkleinerungstechnik und der Rezyklierung von hochwertigen faserverstärkten Kunststoffen arbeiten. Das Wissen über mögliche Risiken bei der Verarbeitung von faserverstärkten Kunststoffen dient zur Auslegung präventiver Arbeitsschutzmaßnahmen, die sowohl vom Anlagenhersteller wie auch vom verarbeitenden Unternehmen zu treffen sind. Insgesamt wird durch die Aufklärung auch die Bereitschaft der KMUs zum Recycling von FVK erhöht.

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