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H2CMC - Teilvorhaben: Einfluss H2-und H2O-haltiger Atmosphären auf die Eigenschaften oxidischer Verbundkeramiken für die Thermoprozesstechnik

01IF0081BE

Forschungsstelle 1: Universität Bayreuth
Lehrstuhl für Keramische Werkstoffe
Universitätsstraße 30
95447 Bayreuth 
Projektleiter 1: Herr G. Puchas 
Forschungsstelle 2: DECHEMA-Forschungsinstitut
Theodor-Heuss-Allee 25
60486 Frankfurt am Main 
Projektleiter 2: Herr Dr. M. Rudolphi 
Forschungsstelle 3: Composites United Leichtbau-Forschung gGmbH
Am Technologiezentrum 5
86159 Augsburg 
Projektleiter 3: Herr D. Schüppel 
Laufzeit: 01.10.2025 - 31.03.2028 

Dieses Vorhaben untersucht den Einfluss H2- und H2O-haltiger, oxidierender und reduzierender Atmosphären auf die Mikrostruktur sowie die Eigenschaften oxidischer Verbundkeramiken (OFC). Ziel ist es, diese Materialien im Hinblick auf den Umstieg von Industrieprozessen auf Wasserstoffverbrennung als geeignete Werkstoffe zu qualifizieren. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Korrosionsmechanismen analysiert, beschrieben und entsprechende Strategien zur Vermeidung der Korrosion entwickelt, umgesetzt und validiert.

Im Rahmen umfangreicher Korrosionsversuche an unterschiedlichen OFC werden Expositionen bis zu 2000 Stunden in H2- und H2O-haltigen Atmosphären bei Temperaturen bis 1200 °C durchgeführt. Der Vergleich mit Kontrollproben ermöglicht eine fundierte Ermittlung des Einflusses von Korrosion auf die OFC. Bei Bedarf wird die Korrosionsstabilität durch graduelle Porositätsverminderung oder spezielle Beschichtungen erhöht.

Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten zur Entwicklung korrosionsstabiler OFC untersucht werden. Dies markiert einen Paradigmenwechsel weg vom Trial & Error-Prinzip hin zu einem gesicherten Einsatz von OFC in bestehenden sowie neuen Anwendungen. Die Nachhaltigkeit der Materialien wird berechnet, um eine solide Argumentationsbasis für deren Einsatz zu schaffen.

Herstellung und Einsatz von OFC für neue Anwendungen erfolgen häufig durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Hohe Materialkosten sowie Unsicherheiten über die Auswirkungen verschiedener Anwendungsatmosphären führen oft zu einer innovationshemmenden Zurückhaltung bei deren Nutzung. Die Ergebnisse bezüglich korrosionsstabiler OFC sind schnell umsetzbar für KMU, da der apparative Aufwand gering ist und Optimierungsschritte problemlos in bestehende Verfahren integriert werden können.

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BMWk-Logo Das IGF-Vorhaben Nr. 01IF0081BE der Forschungsvereinigung DECHEMA, Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wird im Rahmen des Programms „Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
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