Vereinfachte Methoden zur Abschätzung des Brandverhaltens von Haftklebebändern und Haftklebverbindungen

20762 N

Forschungsstelle 1: Fraunhofer-Gesellschaft e.V.
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik
und Angewandte Materialforschung IFAM
Wiener Straße 12
28359 Bremen
Projektleiter 1: Prof. Dr. A. Hartwig 
Forschungsstelle 2: Bundesanstalt für Materialforschung
und –prüfung (BAM)
Unter den Eichen 87
12205 Berlin
Projektleiter 2: PD Dr. B. Schartel 
Laufzeit: 01.12.2019  - 30.11.2021

Der Brandschutz von Produkten spielt vor allem im Hochbau und bei Transportmitteln für Personen eine immer größere Rolle. Auch der Einsatz industrieller Klebtechnik steigt in diesen Bereichen kontinuierlich. Die Gründe dafür sind vielfältigere Produktdesigns, eine höhere Produktivität und besonders die Energie- und Materialeffizienz bei Bau, Nutzung und Recycling dieser Produkte. Bisher ist nicht systematisch untersucht worden, welchen Einfluss die Klebtechnik auf das Brandverhalten der geklebten Produkte hat. Dies soll am Beispiel von Haftklebprodukten im Rahmen dieses Projektes erfolgen. Es wird untersucht welchen Einfluss die Zusammensetzung des Klebstoffes, der Aufbau der Haftklebebänder und die Konstruktion der Bauteile auf das Brandverhalten haben. Hierzu werden industriell verfügbare Haftklebprodukte und speziell für das Projekt präparierte Modellklebstoffe untersucht. Bei letzteren werden phosphorhaltige Substanzen in das Polymer integriert und als Zusatzstoff verwendet. Das Brandverhalten der Klebstoffe, Tapes und geklebten Bauteile wird sowohl mit einfachen Tests als auch mit speziellen Methoden, die üblicherweise nur in Brandschutzlabors zur Verfügung stehen, ermittelt. Mit Hilfe der Erkenntnisse aus diesem Projekt sollen die Brandschutzausrüstung von Haftklebprodukten verbessert und Methoden erarbeitet werden, mit denen bereits in frühen Stadien der Entwicklung das Brandverhalten beurteilt werden kann. KMU können dann Haftklebprodukte und damit hergestellte Bauteile mit verbesserten und wissensbasiert kontrollierten Brandeigenschaften schneller und kostengünstiger als bisher entwickeln.

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BMWi-Logo Das IGF-Vorhaben Nr. 20762 N der Forschungsvereinigung DECHEMA, Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
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