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13.07.2026

Methodentransfer in die industrielle Anwendung: DECHEMA/VDI-Fachgruppe MPO veröffentlicht Praxishilfe

Neue physikalische und mathematische Methoden entstehen häufig an Hochschulen und Forschungsinstituten – ihr Nutzen wird aber erst dann voll wirksam, wenn sie zuverlässig in industriellen Arbeitsabläufen ankommen. Wie dieser Transfer gelingen kann, fasst die DECHEMA/VDI-Fachgruppe „Modellgestützte Prozessentwicklung und -optimierung“ (MPO) in einer neuen Praxishilfe zusammen.

Ob Stoffdatenabschätzung, Prozessmodellierung oder fortgeschrittene mathematische Optimierung: Moderne Verfahrenstechnik ist ohne methodische Werkzeuge nicht denkbar. Während manche Ansätze bereits als kommerzielle Software in der Praxis etabliert sind, werden laufend neue Modelle und Algorithmen entwickelt. Doch der Übergang aus dem akademischen Prototypenstatus in eine robuste, dauerhaft nutzbare Industrielösung scheitert häufig an grundlegenden Rahmenbedingungen. Das Papier „Methodentransfer in die industrielle Anwendung“ bündelt Erfahrungen aus konkreten Transferbeispielen und leitet daraus praxisnahe Erfolgsfaktoren ab – als Orientierung für Forschende, Entwicklerinnen und Entwickler sowie Anwenderteams in der chemischen und verwandten Prozessindustrie.

So verfolgt die akademische Seite oft die methodische Weiterentwicklung und Publikation; Implementierungen sind oft prototypisch und für vereinfachte Fälle gedacht. In der Industrie hingegen müssen neue Methoden von Anwendern mit unterschiedlichem Kenntnisstand über lange Zeit in einem breiten Anwendungsspektrum funktionieren – und sich nahtlos in bestehende Softwarelandschaften und Workflows integrieren lassen.

Die Praxishilfe benennt zentrale Einflussfaktoren, die über Erfolg oder Scheitern entscheiden können. Dazu gehören z.B. die Akzeptanz bei den Anwendern, klare Zuständigkeiten und Budgets für die gesamte Lebensdauer einer Methode, ein robustes Softwareengineering und die Nutzerfreundlichkeit.

Dafür stellt die Praxishilfe eine Checkliste bereit, die zentrale Kriterien der Methodeneinführung bündelt. Ziel ist, Projekte frühzeitig realistisch zu planen und typische Stolpersteine systematisch zu vermeiden.

Das Papier fußt auf dem Erfahrungsaustausch in der DECHEMA/VDI-Fachgruppe „Modellgestützte Prozessentwicklung und -optimierung“ (MPO). Sie befasst sich mit Methodiken, Techniken und Anwendungen der Prozesssimulation, Prozesssynthese und -optimierung. Ein weiterer Schwerpunkt sind Methoden der Informations- und Wissensverarbeitung in der chemischen Technik. Die Fachgruppe ist Teil der DECHEMA/VDI-Fachsektion Process Engineering and Materials Technology.

Zum kostenfreien Download der Praxishilfe

DOI: 10.83455/202606METHODS.

 

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